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KUNST / KULTUR PEOPLE

Vivien Catharina Altenau – Literatur made at Lockdown

Eine menschliche CO-PRODUKTION 2.0

„Eine Gedankenansammlung
nach Strich und Faden,
Pinsel und Tusche,
Tinte trägt Taten
Worte wählen Wahrheit,
erschreibt sich im Durcheinander

eine menschliche Co-Produktion 2.0“

„Aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man schöne Dinge machen! Bücher zum Beispiel“

Diese Zitate verdeutlicht anschaulich die Perspektive der Autorin Vivien Catharina Altenau. Mit ihrem Buch “Eine menschliche Co-Produktion 2.0” erscheint gleich ihr zweites literarisches Werk während der Coronapandemie. Während des ersten Lockdowns erstellte sie mit dutzenden Autoren die Anthologie „Corona Papers“. Ein literarischer Nachhall auf die Auswirkungen der ersten Isolation.

Ein Kompendium lockdowngeplagter Tage. Eine Zusammenfassung der Tragik und Tiefe unserer aktuellen Krise. Jeder Mensch verarbeitet diese Phase des Insichkehrens und der sozialen Isolation anders. Manche wandern durch die reale Welt. Manche versinken in den Tiefen der virtuellen Welt. Andere entscheiden sich für den Weg des kreativen Schöpfers.

Nun mehr stehen wir vor einem neuen Jahr und einer neuen Phase des Stilstands. Doch es gibt auch Ausrufe gegen negative Endlosschleifen und das Gefühl der Ohnmacht.

Die Kampagne rund um „Ohne uns wird`s still“, rief Kunst- und Kulturschaffende zu Zeichen des Durchhaltens und der Hoffnung auf. Ein Symbol für die Systemrelevanz von Kreativen in unserer Gesellschaft.

Diesem Aufruf folgte die ambitionierte Herausgeberin umgehend. Ein laufender Kreativprozess mit einer Fülle an Texten, Gedichten und Sinnsprüchen. Das Ergebnis ist ein Werk, welches mehr ist die Summe seiner Teile. Es mischt die Gedankengänge, Emotionen und Illustrationen zweier Kreativköpfe zu einem einzigartigen Kompendium der aktuellen Herausforderungen.

Verfeinert werden die Buchseiten durch die Illustrationen des Künstler Jonas Haff, der die Seiten mit feinfühligen Zeichnungen im ganz eigenen Stil füllt.

Neben ihrem Studium der Fächer Sozialwissenschaften und Germanistik mit den Schwerpunkten Politik, Medien und Gegenwartsliteratur, betreute sie Theaterproduktionen sowie belletristische Publikationen. Ein Schöngeist, von innen wie außen.

Ein Mensch der als Muse andere inspiriert und zu neuen Anfängen bewegt. Die Verkörperung der Inspiration. Es sind diese Menschen, die auch in schwierigen Zeiten unsere Gesellschaft vorantreiben. Eine Krise als Chance zu begreifen ist eine seltene und äußerst wertvolle Gabe. Seien wir gespannt – welche Werke noch aus der Feder dieser Autorin folgen werden.

Auf der Website des Musketierverlags

http://www.musketierverlag.com/produkt/eine-menschliche-co-produktion-2-0/ findet ihr das Buch, sowie andere interessante Werke von Autoren wie Harald Glöckler und vielen mehr.

Bildcredits:

BUCH / Cover by MusketierVerlag

Porttraits by Niels Wagner

weitere Fotoauswahl zur Ansicht:

https://www.picdrop.com/niels-fotomomente/2RWbrtuu6D

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KUNST / KULTUR PEOPLE

Inga Mihailovic – Im Spannungsfeld von Portraitkunst und Expressionismus

Mitten in Zeiten der Krise startete ein Visionär und Unterstützer der lokalen Kunstszene, Murat Ercan, ein ambitioniertes Konzept. In zwei ehemaligen Lagerhallen in Hannover Wülfel entsteht das Veranstaltungscenter STUDIO 18.

In den „heiligen Hallen“ soll in den nächsten Jahren auf 1.300 und 750 Quadratmetern ein Hotsport von Kunst und Kulturschaffenden entstehen.

Die Vision des Gründers Murat Ercan umschreibt er selbst als: Kunst – Musik – Literatur – Mode – Schaffen – Malerei – Bildhauerei – Tanz – Gesang – Humanismus – Mensch SEIN –  erlebbar machen mit allen Beteiligten transportieren, zeigen, fühlen, erleben, ergründen, atmen, erahnen und Neues erfinden.

In einer ersten Kunstausstellung mit dem passenden Namen SpektaColor #1 fand im Oktober der Auftakt zu einer eigentlich seit langem geplanten Veranstaltungsreihe statt.

Auf der großzügigen Fläche der ehemaligen Fabrikhalle stellten vier lokale Künstler ihre Werke in einer gigantischen Kunstausstellung aus.

Zu den ausstellenden Künstlern gehörte auch die renommierte Künstlerin Inga Mihailovic mit einem beeindruckenden Ausschnitt ihrer Schaffenskraft. Die Ausstellung umfasst allein 90 Werke der Ausnahmekünstlerin. Die Größe Werke variiert von kleinen Kunstdrucken bis zu über zwei Meter großen Leinwänden.

Die außergewöhnliche Location und die schiere Größe der Halle verstärken die intensive Wirkung der teilweise mehr als lebensgroßen Darstellungen. Im Besonderen die größten PopArt Kreationen würden im Sinne des Wortes den „Rahmen der meisten Galerien sprengen“. Beim Gang durch die Meter der Halle bekommt man immer mehr ein Gefühl für ihre Kunst.

Zusammenhänge Werke kommen aus den gleichen Zyklen. Diese tragen epische Titel wie beispielweise Legeds – allen gemeinsam ist die Auseinandersetzung mit der Schönheit und Einzigartigkeit des Menschen in Verbindung mit Stilbrüchen als Teil des Gesamtkunstwerkes.

Man sieht die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Zyklen und Maltechniken. Es ist ein Querschnitt ihrer Schaffensphasen und ihrer unterschiedlichen Einflüsse. Zu verschiedenen Techniken, die ihren Stil so hervorheben zählen die Spannung zwischen zeichnerischen und malerischen Techniken. Der Kontrast des realistischen Anspruch der modernen Portraitkunst im Gegensatz zu den expressionistischen Elementen.Inga Mihailovic ist in fünfter Generation Künstlerin, was sie seit ihrer Jugendzeit prägte. Ihr Leben hat sie der Kunst und der Schönheit der Dinge verschrieben. In den 80er Jahren studierte sie in Belgrad Malerei und schloss bis 1993 ein Post-Diplom an. Dabei hat die akademische Ausbildung ihr Repertoire genauso geprägt, wie die Jahre als Straßenkünstlerin im Süden Europas.

Als Dozentin vermittelt sie ihr Wissen in unterschiedlichen Formate an junge Künstler weiter. Ein schierbar unerschöpfliches Portfolio an Kombinationen und neuen Kreationen entstehen aus den Händen der Künstlerin. 

Neben ihren großformatigen Popart-Protraits, die in Galerien in Deutschland und der EU ausgestellt werden, arbeitet sie intensiv an neuen Ausdrucksformen in der Kombination von Techniken und Stilmitteln, in denen sich ihre handwerkliche Sicherheit im Portraitieren, mit der Lebendigkeit und Neugier unermüdlichen experimentellen Schaffens zu neuen Ausdrucksformen entwickelt. Für sie ist Kunst ein ständiger Prozess. Eine Entwicklung, die nie abgeschlossen ist.

Ein paar Gedanken der Künstlerin über Ihre Arbeitsprozesse und Ihre Arbeit: Die Zeichnung spielt eine große Rolle in meiner Malerei. Die Zeichnung an sich sehe als eine wunderbare Herausforderung für den Künstler, auch in den Bereichen die nicht gegenständlich sind. Sie lässt ihn nackt und offenbart alle seine Einschränkungen. Dadurch fühle ich mich gezwungen, die Linie und Form weiter zu optimieren. Meine Zeichnung muss in erster Linie mir selbst ein authentisches Gefühl übermitteln, bevor ich sie der Welt überlasse.

Als Gegenpol steht die spontane malerische Geste, die mir ebenso wichtig ist. Ich möchte von meiner eigenen Arbeit überrascht werden. Entdeckungen machen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Es ist jedes Mal eine Reise zu einem Anfang. Ein geheimnisvolles, unentdecktes Land. Ich habe kein fertiges Bild im Kopf, wen meistens habe ich irgendein Konzept, lasse mich aber oft während der Arbeit in eine andere Richtung als vorgesehen treiben. Dieses ständige umschalten zwischen spontan- irrational und rational-analytisch ist mein Arbeitsprozess. Dabei sehe ich mich weniger als der Schöpfer – mehr fühle ich mich als der Entdecker, der Forscher. Ich entdecke die Bilder, die gemalt werden möchten und hole sie ans Tageslicht.

https://ingamih.de/ausstellung-spektacolor

Adresse:
Am Eisenwerk 18, 30519 Hannover Wülfel.

Mit dem Auto: Über die Hildesheimer Straße.
Mit der U-Bahn: U1 und U2 Haltestelle am Brabrinke.
Mit dem Bus: Linie 124.

Bildmaterial: Ralf Jüngling

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KUNST / KULTUR PEOPLE

Gemeinsam für Hannover – Solidarität in Zeiten der Krise

Ein Zusammenschluss aus Wirtschaft, Vereinen und Politik startete vergangenen Sommer einen breiten Aufruf zur Unterstützung des lokalen Handels. Trotz oder gerade aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise sollten die Bürger im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten lokal einkaufen und so die örtliche Wirtschaft stärken.

Neben dem Handel sollte auch die Gastronomie von der Aktion profitieren, so erhielten Unternehmen die Möglichkeit, auf einem Portal der HAZ das eigene Angebot zu präsentieren. Seit Oktober wird dieses Portal durch neue technische Möglichkeiten und zusätzlichen Support im Hintergrund stetig erweitert.

Auf der Website der Initiative Gemeinsam für Hannover haben regionale Händler und Gastronomen nun die Möglichkeit, kostenlos ihre Waren und Dienstleistungen zu präsentieren. Trotz des fortwährenden Lockdowns lassen sich Angebote wie Lieferdienste, Abholpunkte oder Gutscheinkäufe nutzen.

Auch für Händler ohne eigenen Onlineshop wurde eine Plattform geschaffen, um die eigene Produktpalette potentiellen Konsumenten näher zu bringen. Zu den Unterstützern der Initiative gehören namenhafte Unternehmen wie Enercity, die VGH Versicherungen und viele mehr – aber auch Vereinigungen der Zivligesellschaft, wie der Freundeskeis Hannover oder die Stadtverwaltung.

Das Portal soll Möglichkeiten zur Vernetzung, Recherche und Umsatzverbesserung auch in den schwierigen Zeiten der Coronakrise bieten. Die Erhaltung des regionalen Einzelhandels und einer vielfältigen Gastronomie-Landschaft ist für alle Beteiligten das erklärte Ziel.

„Gemeinsam für Hannover“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Lebensqualität auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Gerade in schwierigen Zeiten ist lokales Einkaufen wichtig – schließlich müssen Händler und Dienstleister vor Ort unterstützt werden, um Hannovers Mittelstand am Leben zu halten.

Bis heute sind bereits mehr als 1000 Teilnehmer der Plattform beigetreten und stetig werden es mehr. Es ist ein starkes Zeichen für die Solidarität der Stadtgemeinschaft auch in fordernden Zeiten. Branchenübergreifend und unabhängig von der Zugehörigkeit zu Unternehmen oder Verbänden.

Täglich wird man auf der Startseite über besondere Aktionen oder Rabatte informiert.

In den digitalen Schaufenstern bekommt man einen transparenten Eindruck von der breiten Vielfalt an Geschäften in unserer Innenstadt. Auch über die Zeit der Coronapandemie hinaus soll das Portal als Anlaufpunkt und Schnittstelle zwischen Handel und Konsumenten bestehen bleiben.

https://www.gemeinsamhannover.de/

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KUNST / KULTUR

DIE UNIVERSELLE SCHÖNHEIT DER KUNST – DARA ART

Kunst bedeutet für jeden Menschen etwas Anderes. Jeder hat seine eigene Perspektive und Beziehung zu ihr. Gleichzeitig ist sie ein Medium, welches Menschen über Sprachbarrieren und kulturelle Grenzen hinaus verbindet. Kunst trägt etwas Universelles und unvergleichlich Schönes in sich.

Genau über diese Verbindung von Mensch und Kunst sprachen wir mit einer etablierten Künstlerin: Albina Dvortsis.

Albina, wie bist du zur Kunst gekommen? 

„Das Interesse an der Kunst begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Im Alter von 14 Jahren verstärkte sich diese durch eine vierjährige künstlerische Ausbildung an der nationalen P. Benkow-Fachschule für bildende Kunst in Taschkent (Usbekistan). Danach begann ich ein sechsjähriges Studium an der Universität für Kunst und Industrie S. Stroganow in Moskau, wo ich durch die Techniken der Alten Meister den Sinn der Individualisierung von Philosophie und Kunst besser zu verstehen lernte. Mein Streben nach künstlerischer Vollkommenheit war aber nicht gestillt. Ich entwickelte großes Interesse an der Restaurierung von Steinobjekten. Im Jahr 2009 absolvierte ich ein vierjähriges Studium zur Diplom-Restauratorin.“

Was waren die Stationen deines Werdegangs, deiner Kunst und deines Lebens?

„Das ist kompliziert. Ich wollte immer freischaffende Künstlerin werden, aber als ich das machen wollte, war gerade nicht das passende Jahr. In Usbekistan und in Russland wurde angeboten, dass die Studenten ein Jahr zum Beispiel Freischaffende Kunst studieren können und das nächste Jahr Design oder Restaurierung.

So waren es bei mir vier Jahre Design, als Ausbildung, wo ich das erste Mal Kirchenfenster selbst designt habe und Ikonografie kennen gelernt habe. So wurde ich Produkt-Designerin.

Dann in Moskau wieder das gleiche: Anstatt Kunst, Restaurierung von Wandmalerei und Gemälden. Auch super spannend. Wieder einmal kam ich in Kontakt mit Ikonografie und der grundliegenden Studie von alten Meister. Nach sieben Semestern Studium im Moskau, habe ich meinen Traummann kennengelernt, und bin nach Usbekistan zurückgezogen und durfte dort endlich freischaffende Kunst studieren mit dem Schwerpunkt alte Meister und Porträt (als Diplomarbeit).

Das ist noch nicht das Ende. Als ich nach Deutschland kam, wurde mir gesagt: „Ah, Künstlerin. Künstlersozialkasse, und keine Perspektiven für die Zukunft, machen Sie etwas Vernünftiges.“

Aus diesem Grund habe ich in Deutschland ein vierjähriges Studium abgeschlossen und bin Restauratorin von Steinobjekten geworden. Und wieder Ikonografie, Kirchen, und die ersten Anfragen, ob ich Ikonen malen kann. Die Frage, ob ich mein Wissen anderen vermitteln könnte. Die Antwort lautet natürlich: Ja! Ich wollte immer mit Menschen und nicht mit Steinen reden.

So habe ich im Jahr 2007 währende des Studiums meine kleine Malschule im Hornburg (Harz) aufgemacht und im selben Jahr stellte ich in Deutschland, im Heimatmuseum Schladen (Harz) zum ersten Mal meine Bilder aus. Meine Ausstellung trug den Namen „Licht des Glaubens“.“

Was bedeutet für dich Kunst im Allgemeinen?

„Kunst ist für mich Freiheit! Mich frei zu entscheiden, was ich male, was ich fühle und wie ich meine Gefühle zugänglich für den Menschen mache. Bilder schaffen einen Einfluss auf Menschen, auf die Art wie wir denken und auf Räume. Sie bringen Leben und Veränderung an die verschiedensten Orte und in die verschiedensten Köpfe. Seit 2015 habe ich meinen eigenen Stil gefunden und seit dem Jahr 2018 male ich besonders gerne Frösche als Persönlichkeiten.“

Wie suchst du dir Inspiration?

„Hauptsächlich in Menschen, in Situationen und natürlich aus Reflektionen meines Alltags.

Für mich persönlich haben zum Beispiel Frösche etwas Ewiges in sich, sie strahlen positive Energie aus, bringen Zuschauer zum Strahlen, präsentieren die bunte Welt der Farben und natürlich spiegeln Sie auch etwas von unserer Gesellschaft wieder.

Und alle kennen das Märchen vom Froschkönig. In jeder Kultur haben die Frösche ihre tiefe Bedeutung. Zum Beispiel symbolisieren sie im Feng-Shui Reichtum, Wohlstand und Fülle. Feng-Shui fasziniert mich sehr und ich habe mehrere Auftragsarbeiten zu verschiedenen Themen im Feng-Shui Stil gemalt, um die Räumlichkeiten der Menschen mit Bildern zu gestalten, die nicht nur einen ästhetischen, sondern auch einen energetischen Wert haben. Mein erster Frosch ist übrigens im Jahr 2008 entstanden, damals waren sie sehr realistisch dargestellt.“

Wie vermittelst du deine Inhalte in der Malschule?

„Ich habe meine Malschule in Hannover-Kleefeld schon seit elf Jahren. Ich sage immer, jeder kann malen und je nach dem, was meine Kursteilnehmer lernen möchten, zeige ich Schritt für Schritt, wie sie Ihr Traumbild selbst kreieren können. Bei kleinen Kindern ist der Unterricht so gestaltet, dass ich vorne stehe und mein Motiv male und erkläre, und die Kinder zeichnen mit.

Bei Erwachsenen arbeite ich anderes, jeder kommt mit seinem Bild oder Idee, oder ganz ohne Idee, mir ist gleich ob das Bild realistisch oder abstrakt wird, mir ist auch gleich in welcher Technik das zukünftiges Bild sein sollte. Ich beherrsche alle Techniken durch mein sehr umfangreiches Studium und langes recherchieren und kopieren, und restaurieren von Bildern. Und ich zeige ganz gerne, wie gemalt werden sollte, wie man anfangen sollte, und wann man aufhören sollte. Auch ein spannendes Thema, da jeder Künstler rechtzeitig aufhören sollte, sonst verliert das Bild seine Leichtigkeit.

Seit drei Jahren kann jeder bei mir noch eine sehr spannende Methode kennenlernen, die heißt Neurografik. Ich nenne es Yoga für Gehirn und mit Hilfe dieser Technik könnte Jeder sein psychologischer Zustand ändern und zum nächsten Level in seinem Leben oder Business kommen. Ich werde dann zu einem kreativen Coach.

Jetzt während der Corona-Zeit bleibt meine Malschule zu und ich poste jeden Tag auf meinem Youtube-Kanal DARA Kunstschule kleine Lernvideos für klein und groß, so können meine Kursteilnehmer weiter zu Hause kreativ bleiben und die anderen Menschen kriegen die Möglichkeit für sich auch etwas Neues zu entdecken.“

www.dara-art.de

Dara Kunstschule

Pertzstraße 1,

30625 Hannover

Telefon: 0176 16885563

Fotocredits: Dara Art

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KUNST / KULTUR

Kinderheim Kleine Strolche

 

Neue Hoffnung für Kinder in Not



In den Räumlichkeiten des Kinderheims Kleine Strolche finden die kleinsten Erdenbürger Schutz und Geborgenheit. Viele der Kinder habeN harte Tage und schlimme Zeiten hinter sich. Häusliche Gewalt, ständige Angst und Abweisung waren ihre Begleiter.

Außerhalb ihres bisherigen Umfeldes werden die Schützlinge von engagierten und couragierten Helfern aufgenommen. Erfahren teilweise zum ersten Mal nach einer langen Zeit in ihrem jungen Leben Aufmerksamkeit und Stabilität. In den Inobhutnahmestationen mit den schönen Namen Strolchenvilla und Wiege wird jedes Kind mit offenen Armen empfangen. Versorgt und umsorgt durch pädagogische Fachkräfte, immer mit Blick auf das seelische und körperliche Wohl der Kleinen.


Seit der Gründung im Jahr 2008, durch Anja und Bernhard Schubert, konnten bereits vielen Geschwisterpaaren, Säuglingen und Kleinkindern ein neues Zuhause geboten werden. Mit Hilfe tiergestützter-, heilpädagogischer- und weiterer Therapieangebote, leisten die Gründer und viele weitere Helfer tägliche großartige Arbeit für traumatisierte Kinder.

Aus der ehemaligen Grundschule aus dem Jahre 1911 wurde das Kinderheim Kleine Strolche. Die traurige Realität ist, dass in den kommenden Jahren immer mehr Anfragen und dringende Fälle zur Unterbringung aus der ganzen Republik kamen. Gewalt und Vernachlässigung nehmen vielerorts hinter verschlossenen Türen ihren grausamen Weg. Diese Kinder haben keinen Fürsprecher. Sie sehen sich und ihr Wohl der Willkür der eigentlichen Schutzbefohlenen ausgesetzt.

In den vergangenen Jahren kamen immer mehr Anfragen seitens der Jugendämter aus ganz Deutschland, Kinder in die familienanaloge Wohngruppe aufzunehmen. Diese war schnell dauerhaft belegt. Aufgrund der großen Nachfrage nach freien Plätzen für Säuglinge, Kleinstkinder und Geschwistergruppen eröffnete Familie Schubert im März 2014 das Haus „Die Wiege“ als Inobhutnahme für Kinder bis sechs Jahre und Mutter-Kind-Wohngruppe. 

Im Jahr 2018 wurde der Verein Kinderheim Kleine Strolche e.V. gegründet.  Mit dem Rittergut Ovelgönne in Bücken fand das Kinderheim im selben Jahr den perfekten Standort für den Aufbau eines therapeutischen Zentrums. Aufgebaut werden kontinuierlich erweiterte tiergestützte-, heilpädagogische- und psychotherapeutische Angebote zur Genesung traumatisierter Kinder.

Um noch mehr Kindern helfen zu können, eröffneten die Kleinen Strolche 2020 „Die Strolchenvilla“ in Bassum. Auch hier finden Kinder zwischen 0 und 6 Jahren Schutz vor ihrer eigenen Familie.   

Gewalt und Vernachlässigung nehmen vielerorts hinter verschlossenen Türen ihren grausamen Weg. Diese Kinder haben keinen Fürsprecher. Sehen sich und ihr Wohl der Willkür der eigentlichen Schutzbefohlenen ausgesetzt. Wir sprachen mit Heimleiter und Mitbegründer Bernhard Schubert über sein bisheriges Lebenswerk mit dem er und seine Frau so viele Leben berühren und zum besseren gewendet haben.

 

Was war Ihre Motivation zur Gründung der Betreuungseinrichtung?

 

Meine Frau und ich haben selbst keine Kinder. Als wir uns vor 14 Jahren kennengelernt haben, bezogen wir zusammen ein Anwesen in Alleinlage mit wunderschöner Architektur und 600 m² Wohnfläche, einem über 6.000 m² großem Grundstück mit altem Baumbestand und einem versteckten 100 Jahre alten Spielplatz. Das Haus und die Nebengebäude mussten umfangreich saniert werden. Als wir eines Abends nach getaner Arbeit im Sommer 2007 zusammen bei einem Glas Wein am Lagerfeuer auf dem wunderschönen Grundstück saßen, kam uns der Gedanke, dass dieses Anwesen ein Paradies für kleine Kinder ist. Wir wussten, dass es auch in Deutschland viele Kinder gibt, denen es nicht so gut geht und die dringend Hilfe benötigen. So war die Idee entstanden ein Konzept zu entwickeln, in dem kleinen Kindern umfangreich und nachhaltig geholfen werden kann. Ein Jahr später wohnten 6 kleine Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren bei uns. Das jüngste Kind war erst ein wenige Tage alt, es wurde von seiner leiblichen Mutter verstoßen und kam direkt aus der Klinik zu uns. In den Folgejahren entwickelten wir weitere innovative Konzepte für Kinder und minderjährige Mütter. Immer mit dem Anspruch verbunden, dass das Kindeswohl immer an erster Stelle stehen muss. Und je kleiner die Kinder sind, desto wichtiger sind Liebe und Geborgenheit, Bindung und Beziehung für eine gute und stabile Entwicklung. Begleitet oft von jahrelangen Therapien, denn die Kinder, die zu uns kommen, wurden zuvor oft schwer vernachlässigt oder misshandelt.

 

Wie kann sich jedermann einbringen oder sie unterstützen?

 

Da die Kinder, die wir aufnehmen durch Misshandlungen viel mehr brauchen als Kinder die in behüteten Elternhäusern aufwachsen, stehen wir immer wieder vor fast unlösbaren Aufgaben. Wir wissen, was wir machen müssen um zu Helfen, doch stehen uns dafür nicht die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Um dieses Problem zu lösen, haben wir in 2017 den Kinderheim Kleine Strolche e.V. gegründet. Hier können Menschen Fördermitglied werden und die gute Sache schon ab 10 Euro monatlich unterstützen. Für unsere Arbeit ist es wichtig nicht nur zu Weihnachten mit Spenden bedacht zu werden, sondern das ganze Jahr über. Der Fördermitgliedsantrag ist auf unserer Homepage zu finden: https://kinderheim-kleine-strolche-ev.de/foerdermitgliedsantrag Jeder Mensch kann aber auch, ohne Fördermitglied zu sein einen Dauerauftrag einrichten und die Projekte unterstützen. Unternehmen können sich im Rahmen eines Sponsoring engagieren.

 

Könnten Sie uns beispielhaft einen Fall stellvertretend für die Kinder in ihrer Betreuung schildern?

 

Es sind Kinder wie das Schicksal der kleinen Lara die uns emotional mitnehmen. Lara wurde im Alter von 2 Jahren in einer Wohnung in Hannover in einem verdunkelten Zimmer in ihrem Gitterbettchen gefunden und gerettet. Sie wurde extrem vernachlässigt, vor Hunger hat sie die Stäbe ihres Gitterbettchens angenagt. Als sie gerettet wurde, war sie völlig unterernährt und apathisch, konnte nicht Lachen und Sprechen. Wir wussten alle nicht was ihr alles angetan wurde. Lara war fast ein Jahr bei uns in Obhut, bevor richterlich beschlossen wurde, dass sie nicht mehr zurück in diese Hölle, zu ihren leiblichen Eltern muss. Als sie uns verlassen hat, konnte sie zwar lächeln, aber immer noch nicht sprechen. Dieses Mädchen hätte schnell therapeutische Angebote wie Logopädie gebraucht, doch sie hatte keine Krankenversicherung, weil sie von ihren Eltern nicht angemeldet wurde. Sie wurde noch nie zuvor einem Kinderarzt vorgestellt. Als sie dann versichert war, konnte sie zur Logopädie angemeldet werden. Die Wartezeit für die Therapie betrug 5 Monate, was natürlich in solchen Fällen viel zu lang ist. Wir haben uns für Kinder wie die kleine Lara zum Ziel gesetzt Kindern auch ohne Krankenversicherung zu helfen. Dafür bauen wir ein therapeutisches Zentrum auf, welches sich komplett über Spenden und Sponsoren finanzieren muss. Wir hoffen, dass wir bald genug Geld haben, um auch eine Logopädin einstellen zu können, um Kindern wie Lara sofort helfen zu können.

 

Was ist ihr Ausblick in das kommende Jahr und die nahe Zukunft?

 

Für 2021 wünschen wir uns, dass wir unser therapeutisches Zentrum weiter aufbauen können, um kleinen Kinder die aufgrund von Misshandlungen langfristig in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind und die oft kein Mensch haben will, ein neues zu Hause zu geben. Die wenigen qualifizierten Pflegefamilien, die es gibt, nehmen lieber ein Kind ohne Beeinträchtigungen auf. Daher finden die anderen Kinder oft kein angemessenes zu Hause. Das wollen wir ändern. Dazu brauchen wir Unterstützung von emphatischen Menschen, Unternehmen mit sozialer Verantwortung und Stiftungen mit einem Herz für Kinder.

rittergut-kleine-strolche.de

Fotos Lisa Meyer

 

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KUNST / KULTUR

Glücksmomente für traumatisierte Kinder

Therapeutisches Reiten öffnet die Tür zu Herz und Seele

 

Seit acht Jahren zeigen Andrea und Tochter Lisa Meyer, wie Nächstenliebe in der Praxis aussehen kann. Auf ihrem Hof in Isernhagen bieten sie therapeutisches Reiten für Kinder an, die schwere Schicksalsschläge zu bewältigen haben. Kinder, die unheilbar erkrankt sind, einen Elternteil verloren haben, oder misshandelt wurden. Sie alle erleben hier in der Kommunikation mit den Pferden ihre ganz persönlichen Glücksmomente.

 

Das erste „Häuschen“ auf dem Grundstück der Meyers wurde noch von eigener Hand zusammengezimmert und später durch eine großzügige Spende und helfende Hände um neue Fenster, effektive Isolierung und eine kleine Heizung ergänzt. Hier kommen die Kinder und Jugendlichen vor und nach der therapeutischen Sitzung zusammen.

 

Durch das Glückstor geht es zu den Stallungen und der Koppel der Anlage. Es ist mehr als nur eine symbolische Grenze, denn hinter diesem Tor sind die Kinder alleine – ohne ihre Eltern. Die räumliche und temporäre Trennung von der gewohnten Welt ist entscheidend für den Therapieerfolg.

 

Auf dem Hof warten neben den Pferden auch noch Kaninchen und Meerschweinchen auf die Kinder. Sie dürfen gestreichelt und verwöhnt werden, aber entscheidend ist das übernehmen von Verantwortung für ein Lebewesen. Die Verbindlichkeit, die mit der Übernahme der Fürsorge für ein Tier einhergeht, bietet vielen Kindern Halt und Sicherheit.

 

Auf der Koppel gibt es ein Pferd, mit dem alles begann. Der „Chef“ auf dem Hof: liebevoll als Dickie bezeichnet. Das imposante Kaltblut ist zutraulich und einfach eine gute Seele. Ein Pferd, zu dem jeder gleich eine Bindung aufbaut. Der gutmütige Wallach hat bereits unzähligen Hofbesuchern Halt und Stabilität in schwierigen Zeiten geboten.

 

Nach einem Schicksalsschlag entschloss sich das Gespann aus Mutter und Tochter, anderen Menschen bei der Bewältigung ihrer Belastungen zu helfen. Ganz ohne Kommerz wollten sie mit Hilfe ihres Vereins Glücksmomente e.V. Anderen eine Stütze sein. Sie nutzen für ihre Arbeit die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier.

 

Genau wie bei Menschen, hat jedes Pferd einen eigenen Charakter, Stärken und Schwächen. Beim ersten Aufeinandertreffen dürfen die Kinder selbst wählen, für welches Pferd sie sich entscheiden. Diese freiwillige und größtenteils unterbewusste Wahl verstärkt die besondere Bindung zwischen Mensch und Tier. Die Tiere sind ein essentieller Bestandteil des therapeutischen Ansatzes. Sie bilden einen Anker während der Trauerbewältigung oder anderen Tiefpunktes des Lebens.

 

Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen die betroffenen Kinder und Jugendlichen und die gemeinnützige Unterstützung in schwierigen Situationen. Viel Zeit investiert Lisa Meyer, die Pferdetherapeutin und Projektleiterin, in die Kinder, die tagtäglich die Anlage besuchen. Für jedes Kind wird ein individuelles Förderprogramm zusammengestellt, welches seine Fähigkeiten und Voraussetzungen berücksichtigt. Je einfühlsamer der methodische Weg ist, desto erfolgreicher sind die Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Mit unterschiedlichen Übungen und Spielen soll das Kind den Zugang zum Pferd finden.

 

Die Pferde gehen intuitiv mit den Kindern um. Es entsteht eine Verbindung zwischen Mensch und Tier, Pferdeerfahrung ist nicht notwendig. Was die Kinder und Pferde verbindet, geht weit über das reine Reiten oder Pflegen hinaus. Es ist ein tiefergreifendes Verständnis und Kommunikation ohne Worte. Ein Hauch Magie in sonst oft grauen Zeiten.

 

Besonders emotionale Momente sind die Abschiede von Kindern und ihren Familien nach einem langen gemeinsamen Weg. Aber auch die Begegnungen nach längerer Trennung. Man wächst hier als Gemeinschaft zusammen. Alle verbunden durch die Last der Erfahrung.

 

Viel Kraft schöpfen die Betreuerinnen aus dem, was die Kinder ihnen zurückgeben, wenn sie deutlich machen, welch einen sicheren und verlässlichen Ort der Verein geschaffen hat. Das Vertrauen und die Offenheit der Kinder sind die größte Auszeichnung für die beiden.

 

Andrea und Lisa Meyer blicken hoffnungsvoll in die Zukunft. Sie wünschen sich aber auch mehr Aufmerksamkeit für Kinder und Jugendliche. Mehr Gehör und offenen Augen mit Blick auf die kommenden Generationen. Dass Räume geschaffen werden, in denen junge Menschen Schutz und Aufmerksamkeit erfahren. Bis dahin wird in Isernhagen alles getan, um kleine und große Glücksmomente zu schenken!

 

Glücksmomente

Verein zur Förderung pferdegestützter Therapie und Pädagogik e.V.

Vereinsvorsitzende: Andrea Meyer

Vereinsregister VR 201866

Auf der Heide 25

30916 Isernhagen 

Tel. 0177-8331988

www.gluecksmomente-verein.de          

 

Social Links:

@gluecksmomente_e.v

Bildmaterial

Credit: Lisa Meyer

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KUNST / KULTUR

Verleihung des Stadtkulturpreises 2020

In Krisenzeit, aber auch zu jeder anderen Zeit, ist der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft gefragt. Nur durch das Engagement und Beispiel eines Jeden können wir Probleme und Herausforderungen in seiner Gesamtheit überwinden.

Ehrenamtliche Arbeit nimmt hierbei eine besonders wichtige Stellung in unserer demokratischen Gemeinschaft und im gesamtgesellschaftlichen Rahmen ein. Diese erbrachte Leistung und dieser Mehrwert für uns alle, verdient mehr als nur Applaus. Sie verdient Anerkennung.

Ein solches Zeichen der Anerkennung verleiht der Freundeskreis Hannover seit 1995 in Form des renommierten Stadtkulturpreises. Der Preis wird jährlich an Privatpersonen und Institutionen vergeben, die durch ihr vorbildliches und nachhaltiges Engagement die Stadtkultur bereichern.

Seit acht Jahren wird in Ergänzung der Sonderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement verliehen. Dieser ist eine hohe Auszeichnung für Engagement für das gemeinschaftliche Zusammenleben in Hannover. Aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen wurde der Preis erstmalig in einer rein digitalen Veranstaltung verliehen.

„Der Stadtkulturpreis steht für Bürgersinn, Engagement und kulturelle Vielfalt, denn Kultur ist das Bindemittel der Menschen in unserer Stadt und deren Region. Er steht aber auch für mehr, denn eine lebenswerte Stadt entsteht nur dann, wenn sich viele Menschen dafür engagieren. Daher stehen wir aktiv für das soziale und kulturelle Miteinander ein. Mit Blick auf die Zukunftsthemen unserer Innenstadt oder zentrale Vorhaben der Kulturentwicklung, werden auf uns alle besondere Herausforderungen zukommen. Wir verbinden, was Hannover lebens- und liebenswert macht. Daher lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft unserer Stadt gestalten, und somit eine Antwort auf die Frage entwickeln, in welcher Stadt wir leben möchten“ so Matthias Görn, Vorsitzender des Freundeskreis Hannover.

Der Stadtkulturpreis 2020 wurde verliehen an Ninia Binias aka Ninia „Ninia LaGrande” als Ehrung für außergewöhnliches Engagement für die Kulturlandschaft der Stadt Hannover.

Der Sonderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement wurde verliehen an „A little help from my friends e.V.“ für eine besondere Arbeit mit Mikroinvestitionen zur Hilfe anderer.

Ohne definierte Zielgruppe und ohne aufwändige

Antragsstellung wird mit Hilfe von über 600 Botschaftern Bedürftigen in Notlage geholfen. Im letzten Jahr wurden 130 000 Euro an über 500 Menschen in und um Hannover verteilt. 

Der Freundeskreis Hannover ist mit seinen rund. 1.300 Mitgliedern einer der größten Bürgervereine Deutschlands. Er engagiert sich seit nunmehr 30 Jahren als gemeinnütziger Bürgerverein für eine lebendige Stadtgesellschaft. Besonders am Herzen liegt ihm, die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu stärken, kulturelle Initiativen zu unterstützen, neue Ideen zum Wohle der Stadt und ihrer Bewohner zu entwickeln und den Dialog zwischen allen Teilen der Gesellschaft zu fördern.

Unterstützt wurde die Verleihung durch lokale Partner wie die Sparkasse Hannover, der VGH Versicherungen sowie des Wohnungsbau- und Immobilien-Unternehmens meravis GmbH.

www.freundeskreis-hannover.de

Fotocredits: Jonas Wömpner

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KUNST / KULTUR

Angel of Hannover – Hannoveraner für Hilfsbedürftige

Angel of Hannover

Hannoveraner für Hilfsbedürftige

Es ist für uns alle ein außergewöhnliches Jahr, voller Verunsicherungen und abseits jedweder Berechenbarkeit. Steigende und sinkende Infektionszahlen und wechselnde Auflagen für das öffentliche Leben stellten ganze Branchen auf den Kopf und vor nie dagewesene Herausforderungen.

Von diesen Auswirkungen blieben auch alte Traditionen wie Weihnachtsfeiern oder Spendenaktionen zum Ende des Jahres nicht verschont. Anders als der Glühwein auf dem Betriebsfest, lassen sich die Probleme von Schutzbedürftigen oder Hilfesuchenden aber nicht digitalisieren oder um ein paar Monate aufschieben. Wir alle sind weiterhin gefordert uns zu engagieren und zu spenden.

In Hannovers Südstadt hat der Friseursalon um Olaf Gerberding an der Hildesheimerstraße genau diesen Missstand erkannt. Wo sonst typgerechte Haarschnitte und Stylings umgesetzt werden, werden nun seit Ende November Spenden gesammelt. Unter dem Motto: #angelofhannover ging der Betrag, welcher sonst alljährlich in Kundengeschenke investiert worden wäre, an den gemeinnützigen Verein „A little Help from my Friends e.V.“

Kunden und die Öffentlichkeit wurden zu Spenden für den Verein aufgerufen. Vor der eigenes im Schaufenster aufgebauten Fotowand mit idealisierten Flügeln konnten die Unterstützer posieren und auf diese wertvolle Aktion aufmerksam machen.

Der Verein unterstützt Hilfebedürftige Menschen durch kleinere Geldbeträge, welche für die Betroffenen einen lebensverändernden Unterschied machen können. Aber nicht nur der finanzielle Aspekt ist hierbei von Bedeutung. Es ist ein Zeichen der Unterstützung. Der Gemeinschaft. Plötzlich ist da jemand, der sich interessiert und einbringt.

Mögliche Beispiele für diese kleinen Anschaffungen oder Aufwendungen: Kauf eines Fahrrades für einen syrischen Flüchtling ohne Verkehrsanbindung oder die Zahlung der Stromrechnung einer schwer depressiven Frau. Ein Netzwerk aus engagierten Hannoveranern – welches komplett ehrenamtlich mit einem Verbund aus Mitarbeitern und Botschaftern Bedarfsfälle sucht und unkompliziert Hilfe bietet. Kürzlich wurde der Verein unter dem Vorsitz von Erik von Hoerschelmann und Frau Dr. Stefanie Holm mit dem 9. Sonderpreises für herausragendes bürgerliches Engagement vom Freundeskreis Hannover ausgezeichnet.

Fotos: Olaf Gerberding

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Mit allen Sinnen erleben: Audio-Spaziergänge durch Stadt und Land

Hannover wird zum Hörerlebnis


Mit allen Sinnen erleben: Audio-Spaziergänge durch Stadt und Land

Im Laufe der Pandemiezeit, im Besonderen während des Lockdowns, entwickelte sich Spazierengehen und das Entdecken der eigenen Heimat zu einem regelrechten Trendsport. Viel zu lang sind wir nur zum Shoppen durch die Innenstadt gestürzt. Den Blick nur auf die Displays unserer Smartphones gerichtet. Doch die Umstände zwingen uns, neue Wege zu beschreiten. Im wahrsten Sinne des Wortes.


Wer beim Gang durch die Natur oder das örtliche Viertel mehr lernen möchte, hat in Hannover zahlreiche Möglichkeiten, mithilfe sogenannter Audio-Spaziergänge neues Wissen und Eindrücke zu sammeln. Die Hörspaziergänge sind ein attraktives Angebot für all jene, die alleine oder in kleinen Gruppen ihre Umgebung neu kennenlernen wollen.

Die Audioguides fungieren hierbei wie die Kuratoren bei einem Museumsbesuch. Wissenswerte und kleine Hintergrundinfos liefern die kleinen Geräte an kleine und große Entdecker. Sollten die Ausleihstellen geschlossen sein, so können die entsprechenden Audiofiles über die Homepage der Stadt (hannover.de) bequem auf das Handy heruntergeladen werden.


Die Vorteile sind für jeden ersichtlich: Man lauscht mit einem Ohr dem Klang des Guides und kann im selben Moment die gesamte Umgebung auf sich wirken lassen. Der Spaziergänger bestimmt selbst das Tempo und die Orte seines ganz persönlichen Interesses. Ein Hörspaziergang macht Spaß und öffentliche Räume auf neue Art und Weise erlebbar. In Hannover gibt es ein breites Angebot an Hörspaziergänge zu unterschiedlichen Quartieren und Gebieten.


Eilenriede im Ohr

Der Stadtwald liegt im Osten der Stadt Hannover und ist mit seinen 6,5 Quadratkilometer annähernd doppelt so groß wieder der Central Park in New York. Mit seiner zentralen Lage und seinem Mischwald mit abwechselnd Wegen und idyllischen Lichtungen zählt die Eilenriede zu den beliebesten Naherholungsgebieten der Region. Oftmals spricht man auch von der „grünen Lunge Hannovers“.


An elf Stationen können Besucher klanglich in die Eilenriede eintauchen:
Es gibt viel zu hören und zu lauschen. So berichtet der örtliche Förster über Geschichten aus seinem Alltag oder ein Pilzexperte entführt den Spaziergänger in die Welt der kleinen Waldbewohner.


Wie groß ist ihr Wissen über alte Bürgerrechte und den Eilenriedebeirat oder über Buschwindröschen? Beim Hörspaziergang erfahren Sie mehr. Neben der Flora darf natürlich auch die lokale Fauna nicht zu kurz kommen. Beim Rundgang durch die Waldstücke folgen sie den Klängen der unterschiedlichen Vogelarten der Eilenriede.


Und bei den Walderlebnis-Stationen auf dem Waldstations-Gelände gibt es alles Wissenswerte rund um das tierische Leben in und um den Stadtwald herum.


Herrenhausen: Bewegte Töne im Großen Garten

Die Herrenhäuser Gärten in Hannover bestehen aus dem Großen Garten, dem Berggarten, dem Georgengarten und dem Welfengarten.


Seit 1638 ist die Parkanlage stetig gewachsen und hat sich bis heute hin einen Ruf bis weit über die Landes- und Regionsgrenze bewahrt. Die Anlage des Großen Garten wird von Besuchern von nah und fern als einer der bedeutendsten Barockgärten in Europa geschätzt. Die Parkanlage bildet das Herzstück der Herrenhäuser Gärten und ist egal zu welcher Jahreszeit immer einen Besuch wert.


Der Große Garten in Hannover als akustischer Spaziergang führt über zehn Hörstationen durch die barocke Gartenpracht. Die multimediale Erlebnistour gibt es in zwei Varianten: für jüngere Generationen als abwechslungsreicher Actionbound als eine interaktive Rallye oder für Erwachsene und Hintergrundinteressierte. Es gibt Geschichten über Gartenkunst, die Große Fontäne, Kurfürstin Sophie oder zu Skulpturen.


Gemeinsam geht es auf eine Reise zurück in das 17. Jahrhundert. Lebendig wird der Rundgang durch die Stimmen von Caroline Junghanns und Torben Kessler aus dem Ensemble des Schauspielhauses Hannover. Ergänzt mit Informationen vom Gartendirektor Ronald Clark.

Mit dem akustischen Spaziergang bieten die Herrenhäuser Gärten ein zusätzliches Angebot an. Besucher können sich spontan und ohne vorherige Reservierung unterhaltsam und in eigenem Tempo über den Großen Garten informieren. Die persönlichen und individuellen Führungen sind auch weiterhin im Portfolio,“ betont Christina Fricke, verantwortlich für den Bereich Vermittlung in den Herrenhäuser Gärten.

Herrenhäuser Straße 4
30419 Hannover

Foto: Peter Gonzalez

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BUSINESS KUNST / KULTUR

Pop Art trifft auf Kaffeegenuss

Kooperation der Sinne

Viele kennen ihn und seine Werke. Der Pop-Art-Künstler Niko Nikolaidis ist ein Meister der zeitgenössischen Kunst und überrascht immer wieder durch farbgewaltige und einzigartige Performances mit Pinsel und Leinwänden. Seine Kunst ist vielschichtig und mit einer nachhaltigen Message: Connecting the World.

Nikolaidis will die Menschen bewegen, ihr Denken inspirieren und sie zusammenbringen. Ab sofort auch mit einer Zusammenarbeit der besonderen Art:

Der Gründer der Hannoverschen Kaffeemanufaktur, Andreas Berndt und die Pop Art-Ikone haben sich zusammengesetzt um gemeinsam die Wartezeit auf Weihnachten zu versüßen. Beide verbindet das Streben „das Beste mit dem Besten“ zu kombinieren.

Die Qualität der Kooperation wird nach den Worten des Künstlers „nicht nur überzeugen, sondern auch berühren!“

Gemeinsam entstand der erste Kaffee-Adventskalender. Exklusiver Kaffeegenuss, kombiniert mit einzigartigem Kunstwerk. Das Ergebnis ist ein Genuss für alle Sinne.

Der Kalander enthält erlesene Arabica Varietäten aus den unterschiedlichsten Anbaugebieten, erhältlich in zwei unterschiedlichen Varianten.

Hinter jedem Kästchen verbirgt sich eine andere Kaffeespezialität. Als kleiner Geheimtipp sei hier der brandneue Weihnachtskaffee Brazil Fazenda Gabriela erwähnt. Diese Sorte trägt eine leichte Zimtnote im Geschmack. Während der Lagerung werden die geernteten Kaffeebohnen unterhalb von Zimtschoten gelagert. Ganz ohne künstliche Zusätze sorgt die siebentägige Lagerung für die besondere Geschmacksnote.

Und was verbindet die Menschen dieser Welt besser, als ein guter Kaffee und der Blick auf ästhetische und tiefergehende Ästhetik?

Seit 2012 arbeitet das Unternehmen nach besonderen ethischen und nachhaltigen Standards. Getreu dem Motto: Farm to cup – wird der Rohkaffee direkt von Kaffeefarmen oder ausgewählten Importeuren eingekauft.

Fotos: Ina Richter