Über Fotografie und Blockchain

Michael Panusch

4. August 2021

Aufrufe: 116
Sebastian Berger

 

Trotz mehr als 20 Jahren World Wide Web ist vielen der Aufbau des Internets ein großes Rätsel. Es ist halt einfach da. Immer und überall verfügbar in Zeiten mobiler Endgeräte und stetiger ausgebauter Netzabdeckung. Es kursieren Halbwissen und Fehlinformationen. Selbst heutzutage werden IT Administratoren und weitergehend Interessierte eher als Nerds betrachtet. Lieber erhebt man das Internet mit seiner Vielschichtigkeit zu einer Selbstverständlichkeit. Beinahe schon zu etwas Mystischem.

 

Im Kern ist unser heutiges Internet der unglaublich komplexe Nachfolger kleiner lokaler Netzwerke und Datenbanken. Mit dem Aufkommen der PCs folgte am Mitte bis Ende der 90er Jahre ein rasantes Wachstum der Internetzugänge und folglich auch der Nutzer.

Dieses Wachstum wurde begleitet von einem nahezu explosionsartigen Anstieg an Inhalten und Dateien. Bis in die Gegenwart stellen Anschluss- und Übertragungsgeschwindigkeiten das eigentliche Limit für diesen Wachstumsprozess dar.

 

Das Internet ist ein System dezentraler gigantischer Server und dem ständigen kopieren von Daten. Websites, Plattformen und jede Form von Dateiformat wird in unendlichen Schleifen kopiert und variiert. Das digitale Zeitalter ist eine Epoche des Copy & Paste.

Mit dem Aufkommen der sogenannten Blockchain Technologie versuchen Pioniere auf der ganzen Welt Unikate zu schaffen. Alle Formen von digitalen Formate, ob Bild oder Währung, sollen durch Zertifikate, lokale Speicherung und Handel einen „echten“ Wert bekommen.

 

Seit einigen Monaten erfasst dieser Trend auch die internationale Kunst und Medienszene. Immer Menschen erfassen ihre digitalen und realen Kunstwerke, um sie mit einem digitalen Fingerabdruck zu versehen. Es werden Items gesammelt und ganze Communities handeln mit Daten auf Tauschbörsen und anderen Plattformen.

Einer der Pioniere der lokalen Fotoszene ist Sebastian Berger. Seines Zeichens interdisziplinärer Medienexperte und Fotograf. Im Laufe seiner Schaffenszeit hat er bereits viele Bereiche der Fotografie für sich erprobt und Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen gesammelt. Von Analog bis hin zum hochauflösenden digital Portrait.

 

Sein Stil ist immer authentisch. Nah am Menschen ohne Schnickschnack. Für ihn zählt das gute Handwerk dahinter und die Realisierung seiner Vision. Keine stundenlange Retusche oder die Verwendung übertriebener Filter. Es sind interessante Perspektiven und ein eigener Stil, die seinen Wiedererkennungswert ausmachen.

Kontrastreiche schwarzweiß Aufnahmen treffen auf ästhetische Fashionbilder. Ein Spiel von Licht und Schatten. Eben diese Werke und andere längerfristige Projekte bindet der Fotokünstler für seine ersten NFTs ein. Auf Plattformen wie HEN oder Ethereum bietet er seine Bilder zum Sammeln an.

 

Eines seiner wichtigsten Instrumente hatte er in seiner bisherigen Arbeit komplett außen vorgelassen: Twitter. Auf der Kurzpostplattform findet ein reger Austausch zwischen Sammlern und Kundschaftenden statt. Eine Community, die aus der persönlichen Sicht von Berger, sich weitestgehend durch einen für das Internet und gerade diese Plattform untypische Höflichkeit und Respekt auszeichnet.

 

Durch den Support anderer Kunstschaffender und die Vergabe kleiner Aufmerksamkeiten kommt man hier schnell ins Gespräch. Der Markt ist bereits stark gewachsen und stetig wächst die Nachfrage nach einzigartigen digitalen Werten. Sei es nun Kunst oder Krypto. In einer Zeit in der die Übergänge zwischen der Offline- und Onlinewelt immer weiter verschwimmen gewinnen neue Konzepte dieser Art zunehmend an Zulauf.

Während der Corona-Pandemie war er wie so viele Kreative auch zum Stillstand verdammt. Kaum bis kein Menschenkontakt ließen keinen Raum für neue Portraits. Aus einem anfänglichen Interesse für die Blockchain-Technologie heraus begann er bereits vor einigen Monaten mit einer intensiven Recherche zu den Hintergründen der aufkommenden NFTs. In der nahen Zukunft sollen neben Landschaftsbildern und der Eilenriede weitere kreative Werke folgen. Die Kunst ist schon immer neue Wege beschritten. Nun wird mit einer neuen Zeit auch ein neues Verständnis von Kunst und der Definierung von Einzigartigkeit im Internet folgen.

 

Website:

https://sebastianbergerfotografie.de/

 

Credits:

Sebastian Berger








cityglow autor

Michael Panusch

Als leidenschaftlicher Storyteller und urbaner Enthusiast hat Michael Panusch schon immer den Finger am Puls der Stadt gehabt. Als treibende Kraft hinter dem Cityglow Magazine versucht er, die ungesehenen Ecken, die unerzählten Geschichten und die dynamische Atmosphäre von unseren Metropolen zu beleuchten. Mit seinem scharfen Blick für Details und seiner Vorliebe für die Avantgarde spiegeln Michaels Artikel nicht nur seine Liebe zu urbanen Landschaften wieder, sondern bieten auch eine neue Perspektive auf das Stadtleben.

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