Manuela Rathe im Rapsfeld / Inspiration
Manuela Rathe im Rapsfeld / Inspiration / Naturverbundenheit

Künstlerin Manuela Rathje gibt Einblicke in ihre Arbeit

Michael Panusch

12. Juli 2022

Aufrufe: 428

Manuela Rathje kann auf einen beeindruckenden Weg in der Kunstszene zurückblicken: Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat sie sich professionell ihrem kreativen Schaffen gewidmet. Sie eröffnete das „Atelier Manou“ und es gelang ihr, sich als erfolgreiche Malerin zu etablieren. Mittlerweile verkauft sie ihre Werke auch international, etwa in die Schweiz und nach Österreich, Spanien und Portugal sowie in die USA, wo sie auch bereits ausstellte. Ihre Bilder sind weltweit vertreten, von Reproduktionen in zahlreichen Häusern, über Galerien bis zu privaten Sammlungen.

Manuela Rathjes Erfolg mag sich dadurch erklären lassen, dass ihre Kunst für sie auch vor allem ein Mittel darstellt, um ihre universelle Botschaft zu vermitteln, in deren Mittelpunkt der Mensch und sein Verhältnis zur Umwelt stehen. Das harmonische Zusammenleben mit der Natur und den Tieren ist ein zentrales Anliegen, dem sie Ausdruck verleihen möchte.

Soziales Engagement auf der Leinwand

In ihrer Kunst betont sie die Schönheit der Welt und die Einzigartigkeit jedes Individuums, um so eine emotionale Verbindung zum Betrachter herzustellen und auf diese Weise eine Wertschätzung dafür zu ermöglichen. Dies gilt sowohl für andere Menschen als auch für die Natur und die Tierwelt. So macht die Künstlerin mit ihren Motiven etwa auf bedrohte Tierarten aufmerksam. Manuela Rathjes erklärtes Ziel ist es, Menschen mit ihren Werken dazu anzuregen, ihr Verhalten zu reflektieren und zu sie einer weltoffenen und umweltbewussten Lebensweise zu inspirieren.

Uns berichtet die arrivierte Malerin über ihre Sicht auf die Kunst und ihre gesellschaftliche Wirkung:

-Welches soziale Thema beziehungsweise welche Themen erscheinen dir zurzeit so wichtig und relevant, dass du sie künstlerisch umsetzen möchtest?

Für mich stehen immer der Artenschutz und der Umgang mit den Ressourcen sowie das Miteinander im Vordergrund. Das werden immer meine Themen sein. Die Tiere, die es zu schützen gilt und die leider keine eigene Stimme haben, um sich zu wehren, sollten als Erstes geschützt werden, aber auch unser Planet.

Die Artenvielfalt kann nur existieren, wenn wir bereit sind, immer wieder zugunsten der Natur etwas zu ändern. Ich habe im Laufe der Jahre so vieles umgestellt, mit dem ich mich nicht mehr identifizieren kann. Ich glaube, das wird auch immer so sein. Ein Stillstand führt immer zu Rückschritten. Gerade plane ich ein Ausstellungsprojekt, bei dem ich vieles miteinander verbinden möchte. Die ersten Gespräche sind schon am Laufen. Es braucht auch seine Zeit.

-Hast du schon vor dem Malen die soziale Botschaft im Hinterkopf, die du jeweils mit dem Werk ausdrücken willst?

Nein, nicht unbedingt. Manchmal male ich auch nur, weil es mir gefällt und ich es unsagbar schön finde, so wie bei meiner neuen Serie „Flowers“. Jahrelang habe ich keine Blumen gemalt, da mein damaliger Dozent sagte, es seien „Brotgeberbilder“. Das ist mir jetzt egal, ich male, was mir gefällt und nicht, weil es irgendeinem Stigma unterliegt. Meine Bilder bewegen die Menschen und da ist mir die emotionale Ebene in den Werken am wichtigsten. Ich brauche keine zusätzliche Ebene, die den Betrachter geschockt auf meine Bilder blicken lässt.

– Inwiefern ist der soziale Aspekt deiner Kunst deiner Erfahrung nach ausschlaggebend für ihren Erfolg? Gibt es dazu Rückmeldungen von Kunstinteressierten und Kunden?

Es ist, wie eben schon beschrieben, die emotionale Ebene, die den Erfolgt meiner Bilder ausmacht. Die meisten meiner Kunden kaufen die Bilder, weil sie berührt sind von den Farben, vom Motiv, von der Art der Darstellung und vor allem von den Augen. Es ist das Beste, was einem Künstler passieren kann, wenn die Menschen gebannt vor dem Werk stehen bleiben und Tränen in den Augen haben, weil es sie so berührt. Das sind für mich immer die schönsten Momente. Das Soziale ist da eher sekundär, spielt aber eine untergeordnete Rolle, da mich meine Kunden auch so kennen. Das macht mich ja als Mensch und Künstlerin aus.

Vielen Dank für die Einblicke und das aufschlussreiche Interview.

Text und Fragen: Elena Rauschert

Manuela Rathje

Amselring 74

24220 Flintbek

Tel.: 0173 / 24 39 436

info@manuela-rathje.de

www.manuela-rathje.de

Titelfoto Tom Kyle

Manuela Rathje

Amselring 74

24220 Flintbek

Tel.: 0173 / 24 39 436

info@manuela-rathje.de

www.manuela-rathje.de


Foto: Tom Kyle
Manuela Rathje im Atelier


Foto: Tom Kyle
Manuela Rathje im Rapsfeld / mit fertigem Bild / Naturverbunden


Foto: Tom Kyle
Manuela Rathje im Atelier bei der Arbeit


Foto: Tom Kyle
Manuela Rathje´s Farbpalette


Foto: Tom Kyle
Fertiges Werk von Manuela Rathje


Foto: Hernike Kessler
Portrait zeigt Manuela Rathje mit einem ihrer Werke


Foto: Heike Siegert
Manuela Rathje bei der Arbeit im Atelier


Foto: Heike Siegert
Manuela Rathje bei der Arbeit im Atelier


Foto: Heike Siegert
Manuela Rathje bei der Arbeit im Atelier

cityglow autor

Michael Panusch

Als leidenschaftlicher Storyteller und urbaner Enthusiast hat Michael Panusch schon immer den Finger am Puls der Stadt gehabt. Als treibende Kraft hinter dem Cityglow Magazine versucht er, die ungesehenen Ecken, die unerzählten Geschichten und die dynamische Atmosphäre von unseren Metropolen zu beleuchten. Mit seinem scharfen Blick für Details und seiner Vorliebe für die Avantgarde spiegeln Michaels Artikel nicht nur seine Liebe zu urbanen Landschaften wieder, sondern bieten auch eine neue Perspektive auf das Stadtleben.

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