Natalie Haak im Interview – Frauenpower als Konzept

Michael Panusch

1. Mai 2021

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Die Verbindung von Beruf und Elterndasein ist eine der größten Herausforderung für Mann und Frau in unserer heutigen Leistungsgesellschaft. Jedem, oder sagen wir zumindest vielen, ist die große Verantwortung der Kindererziehung und der damit verbundenen Zeit und Geduld bewusst. Ein Spannungsfeld zwischen Freude und der Entfaltung als eigenständiges Individuums.

Wir sprachen mit einer Frau, die all diese Punkte in einer einzigartigen Synergie miteinander verbindet. Sie ist Tanzlehrerin, Zumba-/Aqua-/twerXout-/Jumpingtrainerin und Mutter von zwei Töchtern. Im Interview verrät uns Natalie Haak ihr Geheimnis für Life-Work-Balance und der Verwirklichung als liebende Mutter.

Natalie, wie würdest du dich selbst als Mensch und Trainer beschreiben? Wie unterscheidest du für dich selbst zwischen den unterschiedlichen Seiten?

Ich bin ein Mensch, der es liebt, ständig Feuer unterm Hintern zu haben, als Trainerin besonders. Doch im Privaten bin ich Mama. Hier bin ich eine tiefentspannte Seele.
Ich bin ein Mensch, der gerne aufsteht und sich freut auf das Leben. Ich bekomme schon das erste Lächeln, wenn ich morgens meinen Kaffee mache und aus meinem Fenster die Wolken und Sonne beobachte. Im Auto, zur Arbeit geht es weiter mit lauter Musik voller Power und Freude, um meine Teilnehmer fertig und glücklich zu machen.

Was macht dich aus als Menschen? Was würdest du als außergewöhnlich bezeichnen?

Ich würde sagen, ich bin definitiv nicht so normal für viele. Verrückt ist für mich normal in meinem Leben. Dies ist der Grund, warum Frauenpower funktioniert hat.

Was machst du beruflich?

Ich bin gelernte Krankenpflegehelferin. Mama sein ist auch mein Beruf. Beides gehört untrennbar zusammen. Meine Kinder lieben, was ich tue und ich liebe sie.

Es kam nicht selten vor das ich meine begeisterten Mädchen mit zu den Kursen genommen habe. Sie standen stolz in der ersten Reihe und habe ihre Mutter angefeuert und mitgetanzt. Ich bin selbstständig als Trainerin aus Hannover im Bereich Zumba, Jumping, Aqua Fitness, unterrichte Kinder im Rhytmischen Sportgymnastik.

Nebenbei bin ich auch ehrenamtlich als Sporttrainerin für Menschen mit Behinderung unterwegs. Ich denke, ich bin zukünftig noch lange nicht mit allem fertig…ich will weiter powern.

Was begeistert dich an deiner Arbeit?

Mich begeistert es, Menschen aus ihrem Alltag raus zu holen. Sie mit voller Power zu pushen und glücklich und voller Magie aus meinen Räumen gehen zu lassen.

Früher habe ich in meinem gelernten Beruf den Menschen geholfen, dass sie gesundwerden. Und jetzt bekomme ich das Gefühl mit der jetzigen Berufung, die Menschen gesund zu pflegen, aber auf einer viel schöneren Art.

Meine Umschreibung: Ich gieße täglich Blumen und bekomme so viel Buntes zurück.

Wie kamst du zur Frauenpower als Konzept? Was steckt dahinter?

 

Meine Vergangenheit hat mich zum Powern gebracht und besonders meine Kinder. Sie gaben mir das Gefühl, eine Kämpferin zu sein. Das bin ich wohl geworden und ich entschied mich immer und immer wieder neu aufzustehen. Der Startpunkt für Frauenpower by Natalie entstand auch dank meines besten Trainers und guten Freund Dyhonne Lucas. Er sagte mir eines Tages im einem Gespräch, wo nur Frauen gesprochen haben: „Denkst du, du hast nicht genug Power? Ihr Frauen habt so viel mehr als ihr selbst glaubt und es machte „klick“ bei mir.“ Es steckt natürlich auch eine tolle echte Freundschaft hinter. Meine beste Freundin Anita Goch hat mit ihren vielen Gesprächen aus dem tiefsten Gedankenloch hochgeholt, damit ich jetzt hier so auftreten kann. Sie glaubt an mich und meine Träume und mehr braucht man da nicht. Mamapower. Sie erinnern mich immer, wo ich stand und warum ich weiter powern soll; auch eine Motivation für andere Mama zu sein.

Bildcredit:

Natalie Haak








cityglow autor

Michael Panusch

Als leidenschaftlicher Storyteller und urbaner Enthusiast hat Michael Panusch schon immer den Finger am Puls der Stadt gehabt. Als treibende Kraft hinter dem Cityglow Magazine versucht er, die ungesehenen Ecken, die unerzählten Geschichten und die dynamische Atmosphäre von unseren Metropolen zu beleuchten. Mit seinem scharfen Blick für Details und seiner Vorliebe für die Avantgarde spiegeln Michaels Artikel nicht nur seine Liebe zu urbanen Landschaften wieder, sondern bieten auch eine neue Perspektive auf das Stadtleben.

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