©Ann-Kathrin Hellge

Zwischen Vogue & Windeln – Gedanken zum „Female Empowerment“  

Michael Panusch

8. Januar 2024

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Die Idee zu diesem Artikel entstand in einer ganz banalen Alltagssituation, in der ich durch verschiedene Beiträge in den sozialen Medien scrollte und an einer Diskussion hängen blieb. Es ging um eine sehr bekannte Serie, eines Streaming Anbieters, die das Leben von vermeintlich sehr „erfolgreichen“, sehr „attraktiven“ Frauen in der Immobilienbranche porträtiert. Der Diskurs dieser Diskussion befasste sich mit der vermeintlich perfekten Welt dieser Frauen, was dies in manchen Menschen auslöst und sie sogar dazu bewegt, diese Serie auszuschalten. Ich habe dann lange überlegt, was solche Bilder in mir auslösen und warum ich diese Serie oder ähnliche Formate gerne schaue, denn bei mir tritt genau das Gegenteil ein; ich fühle mich nicht minderwertig oder stelle Vergleiche an, sondern betrachte es eher als inspirierend, den Erfolg anderer zu beobachten und mich dadurch ermutigt und motiviert zu fühlen. Das gleiche Prinzip begegnet uns doch auch abseits von Streaming Plattformen, tagtäglich im realen Leben und in den sozialen Medien. Ich glaube, dass der richtige Umgang damit unheimlich wichtig ist, denn Female Empowerment ist so viel mehr als bloß Herzchen und schöne Worte zu verteilen! Es kann uns helfen, über uns selbst hinauszuwachsen, andere zu unterstützen und Hand in Hand in eine Richtung zu gehen! Aber der richtige Umgang bedeutet auch, Neid zu erkennen, sich selbst abzugrenzen und ganz bewusst zu entscheiden, was tut mir gut, was inspiriert und bewegt mich!? Entspricht das hier gerade einfach nicht meinem Geschmack, was natürlich völlig individuell ist, oder möchte ich es nicht konsumieren, weil es mir Unbehagen mit mir selbst und meiner eigenen Situation bereitet!? Gibt es vielleicht Mittel und Wege, mein eigenes Gefühl zu verbessern und dieses Unbehagen in Kraft und Antrieb zu verwandeln!?  

In der Welt des Female Empowerments, in der Frauen einander unterstützen und stärken sollten, bleibt der Schatten des Neids jedoch eine Realität, die wir nicht einfach ignorieren können. Neid unter Frauen kann immer noch eine Hürde für wahre Solidarität und Zusammenarbeit darstellen. Mit diesem Artikel möchte ich meine Gedanken und Wege teilen, wie wir diese negativen Emotionen überwinden können, um gemeinsam eine starke und unterstützende Gemeinschaft aufzubauen. 

Ein allgegenwärtiges Gefühl, dem wir doch alle von Zeit zu Zeit begegnen, ist der Neid. Es ist absolut menschlich, sich mit anderen zu vergleichen und manchmal das Verlangen zu verspüren, das zu haben, was jemand anderes hat. Doch anstatt den Neid als negativ zu betrachten, können wir lernen, ihn in positive Energie umzuwandeln und somit persönliches Wachstum zu fördern. 

Inspiration statt Rivalität: Nutze den Neid als Anstoß zur Inspiration. Frage dich, was du von der Person lernen kannst, auf die du neidisch bist. Statt Rivalität zu fördern, kann der Neid eine Quelle der Motivation sein, sich selbst weiterzuentwickeln. 

Setze realistische Ziele: Statt dich von unrealistischen Vorstellungen leiten zu lassen, setze dir realistische Ziele. Teile größere Ziele in kleinere, erreichbare Schritte auf. Dies ermöglicht es dir, Fortschritte zu sehen und stärkt dein Selbstbewusstsein. 

Zusammenarbeit statt Konkurrenz: Suche nach Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit denen, die du bewunderst. Gemeinsames Wachstum und Erfolg können oft mehr erreichen als Einzelbemühungen. Baue positive Beziehungen auf, anstatt in Konkurrenz zu treten. 

Neid ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Lebens, aber es liegt an uns, wie wir damit umgehen. Anstatt in negativen Gefühlen stecken zu bleiben, können wir den Neid als Ansporn für persönliches Wachstum und positive Veränderungen nutzen. Durch Selbstreflexion, Dankbarkeit und der Förderung von Zusammenarbeit können wir einen erfüllten und zufriedenstellenden Lifestyle erreichen. 

Neid und Missgunst unter Frauen können eine Hürde für echtes Female Empowerment sein, aber durch bewusste Anstrengungen zur Förderung von Selbstliebe, Gemeinschaft und Mentorschaft können wir diese negativen Emotionen überwinden. Indem wir uns gegenseitig stärken, schaffen wir eine Welt, in der Frauen nicht nur individuell erfolgreich sind, sondern auch als vereinte Kraft eine nachhaltige Veränderung bewirken können. 

Ich wünsche allen Leser:innen einen wunderbaren Start in ein großartiges Jahr 2024 und freue mich auf viele gemeinsame Cityglow Momente, Gedanken und wertvollen Austausch!  

X Ann-Kathrin Hellge  

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Michael Panusch

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