Selbstgespräche, Monologe und positive Gedanken.

Wie wichtig sind Anweisungen an uns selbst?

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

jeder von uns kennt Situationen, die herausfordernd sind. Sei es das Vorstellungsgespräch für den Traumberuf, ein klärendes Gespräch mit dem Partner, oder unangenehme Konflikte. Die Interaktion mit anderen Personen ist oft nicht immer einfach. Natürlich kann die Reaktion anderer Menschen nicht vorhergesehen werden. Menschen reagieren gemäß ihrer Persönlichkeitsmerkmale unterschiedlich auf Kränkungen, Konflikte und Zurückweisung. Doch neben der Reaktion des Gegenübers, ist auch die eigene Haltung entscheidend für eine erfolgreiche Interaktion mit anderen.

Das Prinzip der Selbstverbalisation besagt, dass fast all unsere Handlungen durch Selbstinstruktionen und Selbstverbalisationen mitgesteuert werden. Diese „Anweisungen an uns selbst“ und „inneren Monologe“ können bewusst, aber auch unbewusst ablaufen. Diese Art von Selbstgespräch ist oft entscheidend für den Erfolg bzw. Misserfolg unserer Handlungen. Der amerikanische Psychotherapeut Donald Meichenbaum gilt als einer der Gründer der kognitiven Verhaltenstherapie. Seiner Ansicht nach, müssen die inneren Monologe zunächst erkannt und ins Bewusstsein gerückt werden. Man sollte sich also vor einer schwierigen Situation zunächst selbst beobachten. Und natürlich darauf achten, welche Gedanken einem durch den Kopf gehen. Irrationale Selbstgespräche wie „ich schaffe das nie“ müssen identifiziert und ins Bewusstsein gerückt werden. Eigentlich recht plausibel… Denn wenn ich mir selbst schon einrede, dass ich es nicht schaffen kann, ist der Misserfolg vorprogrammiert. Positive innere Monologe sind demnach essenziell für den Erfolg und das eigene Glück. Dieses bestätigen auch einige Studien, denn unser Gehirn scheint leistungsfähiger zu sein, wenn wir positiv denken. Auch hat positives Denken einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit, Soziale Kontakte und das eigene Selbstbewusstsein. Machen Sie sich also ihre Gedanken bewusst. Identifizieren Sie Situationen, denen Sie mit einer negativen Einstellung gegenübertreten. Ein Streitgespräch mit dem Gedanken „es wird eh eskalieren“ zu beginnen, ist oftmals der Grundstein für einen weitreichenden Konflikt. Seine eigenen Gedanken kann man beeinflussen. Versuchen Sie zu identifizieren, woher diese negativen Gedanken kommen. Sind es Erfahrungen? Oder hat sich vielleicht manchmal doch alles zum Guten gewendet, obwohl sie zunächst mit schlechten Erwartungen in die Situation gegangen sind? Probieren Sie es einfach mal aus. Statt sich zu sagen: „Wenn ich das Thema anspreche, werden wir uns streiten und es führt zu nichts“ tauschen Sie diese Selbstverbalisation gegen: „Die Situation erzeugt in mir negative Gefühle. Ich muss das Thema ansprechen, um gemeinsam mit meinem Gegenüber eine Lösung zu finden. Wahrscheinlich spürt er auch, dass etwas nicht stimmt. Bei einem klärenden Gespräch können wir beide unsere Gefühle äußern und Kompromisse finden“. Sehen Sie die positiven Aspekte auch an problematischen Situationen. Jede Herausforderung bringt uns weiter. Und auch wenn es mal nicht klappt, öffnet sich eine Tür.

Ihre, Inga Sophia Nau-Gietz

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