Kein Übergewicht in einer nachhaltigen Welt

Michael Panusch

29. Februar 2024

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Laut Statistik sind mehr als die Hälfte der Deutschen übergewichtig, wobei ein beträchtlicher Anteil sogar adipös ist. Dieses Bild zeigt sich weltweit. So wird erwartet, dass 2035 die Hälfte der Weltbevölkerung adipös ist. Das wären 4 Milliarden Menschen.

Übergewicht ist nicht nur eine körperliche, sondern auch eine psychische Herausforderung, die oft mit einem Gefühl der Leere einhergeht. Die gesellschaftliche Stigmatisierung von psychischen Krankheiten erschwert es Übergewichtigen, Hilfe zu suchen, was sie oft in einen Teufelskreis von Diäten und Gewichtszunahme führt.

Ganzheitliche Nachhaltigkeit als Antwort

Übergewicht entsteht oft als Versuch, eine innere Leere durch Essen zu füllen, die wiederum mit einem Mangel an sinnstiftenden Aktivitäten verbunden ist. Eine ganzheitlich nachhaltige Lebensweise und Wirtschaft bieten hierfür eine effektive Lösung.

Denn an der Einkommensspitze eines ganzheitlich nachhaltigen Wirtschaftssystems stehen Arbeiten, die einen Wert stiften. Das ist vor allem Tätigkeiten mit Menschen wie Lehre, Pflege, psychologische Begleitung oder Pädagogik. Darüber hinaus Sicherheitstätigkeiten wie Feuerwehr, THW, Müllabfuhr, die in einer Welt, die kontinuierlich von Extremwettern heimgesucht wird für Ordnung sorgt. Und schließlich Tätigkeiten, die die Grundbedürfnisse des Menschen erfüllen wie regionale Bio-Landwirte.

In der Welt von morgen dreht sich die Gehaltspyramide um, was sich aus einer Umkehrung der Werte ergibt: Jobs, die heute oben stehen wie Banker oder Marketing Dienstleister werden in Zukunft durch Maschinen abgelöst oder stehen auf den unteren Einkommensplätzen. Jobs, die heute keiner haben will, weil sie Zeit und Geduld erfordern, gleichzeitig aber wenig Einkommen generieren, werden an der Einkommensspitze stehen.

Bei diesen Tätigkeiten steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht das Kapital. Aus „höher-schneller-weiter“, das uns immer leerer, dicker und depressiver macht, wird „intensiver-ruhiger-menschlicher“. Das erfüllt uns, gibt uns Sinn, macht uns Menschen gesund und unsere Erde.

Auch Werbung und Nahrungsmittelzusammensetzungen werden sich ändern, wenn Unternehmen sich fortan nicht mehr fragen „Wie kann ich mehr Umsatz machen?“, sondern „Welchen Nutzen stiftet mein Produkt?“.

Eine ganzheitlich nachhaltige Wirtschaft verspricht nicht nur eine Reduzierung von Übergewicht, sondern auch eine umfassende Transformation unserer Lebensbereiche zum Wohle der Gesellschaft und des Planeten.

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Michael Panusch

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