Alexander Graf von Bullion – Business-Coach in Hannover

Vier Management-Paradigmen, die heute nicht mehr gültig sind

Mithilfe des neuen Paradigmas unterstützt Alexander Graf von Bullion Unternehmer und Unternehmerinnen darin, schrittweise ihre Management-Effizienz zu erhöhen, so dass sie wieder mehr Zeit für die Dinge haben, die sie lieben: Familie, Sport und unternehmerische Abenteuer.

„Stellen Sie sich einen Ehekonflikt vor. Es kriselt schon eine ganze Weile. Einer sagt zum anderen: Du bist immer so dominant! Kannst Du nicht auch mal über Deine Gefühle sprechen? Der oder andere verdreht die Augen: Du immer mit Deiner Gefühlsduselei!

Ungefähr so sehe ich auch die Beziehung zwischen Management und moderner Organisationsentwicklung“, sagt von Bullion.

In vielen Unternehmen sind die Fronten verhärtet, sagt der Business – Coach aus Hannover. Manche seiner Kollegen aus der systemischen Beratung sagen: Leistungs- und Effizienzdenken sind unvereinbar mit humanistischen Werten. Andere aus dem Management sagen: Systemische Organisationsentwicklung ist Softskill-Gewäsch und passt nicht ins Management.

Alexander Graf von Bullion möchte als Business Coach im Streit zwischen Management-Puristen und radikalen Humanisten vermitteln. Er möchte eine grundlegend andere Denkweise aufzeigen, die unser Verständnis von Produktivität und Managementeffizienz für immer verändern wird. Jeder Unternehmer (und auch jeder systemische Berater) sollte diese Paradigmenwechsel kennen und für sich nutzen.

Paradigmenwechsel 1: The Business of Business is not Business – it’s people

In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts setzte sich in den Wirtschaftswissenschaften eine Weltsicht durch, die heute zum Standard an Wirtschaftsfakultäten weltweit geworden ist. Einer ihrer Begründer, Milton Friedman, fasst es ungefähr so zusammen: Die soziale Verantwortung der Unternehmen ist es, ihre Profite zu maximieren, ohne dabei geltendes Recht zu verletzen. Es ist eine sehr einfache Denkweise, in der Ethik keine Rolle spielt. In der relativ statischen Welt der 70er und 80er Jahre mag der Fokus auf Profitabilität ein großer Fortschritt gewesen sein. Milton Friedman erhielt für seine Ideen sogar den Wirtschaftsnobelpreis. In unserer heutigen Welt, in der sich alles sehr schnell verändert, sind hingegen Menschen und ihre Anpassungsfähigkeit das beste Investment in die Zukunft.

Paradigmenwechsel 2: Wer radikal Kosten reduziert verliert

Der Fokus des alten Paradigmas auf maximalen Profit hatte zwei wesentliche Konsequenzen. Erstens: Der Wirtschaftslobbyismus zielte darauf ab, Gesetzeshürden abzubauen, damit die Kosten, die beispielsweise durch die Verschmutzung der Umwelt oder gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen entstehen, vom Staat getragen werden und nicht von den verantwortlichen Unternehmen. Zweitens setzte sich in der Unternehmensführung das so genannte „Lean Management“ durch, ein Ansatz der in den 80er Jahren beim japanischen Automobilkonzern Toyota entwickelt wurde. Ein wesentliches Ziel von Lean Management ist es, die Kosten der Produktion radikal zu reduzieren. Das führt jedoch zu trägen, immunschwachen Organisationen. Anpassungsfähigkeit – die Potenz, die Unternehmen heute brauchen – entsteht jedoch nur durch gezielte Verschwendung in menschliches Potenzial.

Paradigmenwechsel 3: Nicht der Stärkste überlebt

Gemäß dem alten Paradigma möchte man meinen, dass die Unternehmen, die ihre Kosten radikal reduzieren auch die erfolgreichsten sind, oder? Falsch! Die erfolgreichsten Unternehmen sind nicht jene, die ihr Geschäft nur anhand von Zahlen optimieren. Aber wer ist es dann?

Die erfolgreichsten Unternehmen sehen ihren Sinn nicht darin, Produkte zu verkaufen, um Geld zu verdienen. Stattdessen wollen sie die Bedürfnisse ihrer Kunden befriedigen und darüber hinaus folgen sie in ihrem Handeln den höchsten menschlichen Idealen. Man könnte das „Sinn-getriebene Unternehmen“ nennen. Die Börsenbewertungen solcher Unternehmen übertreffen die von reinen Profitmaximierern um sagenhafte 42 % [1]. Aber warum ist das so?

Die Antwort liegt einerseits in den Naturwissenschaften und andererseits tief begraben in einer Theorie der Wirtschaftswissenschaften: In der Spieltheorie. Diese Theorie unterscheidet 2 Arten von Spielen. Kurz gesagt: Profitmaximierende Unternehmer sehen die Wirtschaft wie ein Fußballspiel – ein Spiel mit festen Regeln, einer begrenzten Anzahl an Spielern und einem klaren Ziel. Die Spieltheorie nennt das ein „begrenztes Spiel“. Unternehmer, die dieses Spiel spielen befinden sich im Krieg mit ihren Wettbewerbern und es geht ihnen darum, diese zu vernichten.

Doch Wirtschaft ist kein solches Spiel. Das können Sie leicht feststellen. Kennen Sie alle Marktteilnehmer? Und nach welchen Regeln wird der Sieger bestimmt? Marktanteil? Mitarbeiteranzahl? Umsatz? Es wird schnell klar: Jeder Wirtschaftswettbewerb ist aus der Luft gegriffen. Für die Wirtschaft gilt also genau das Gegenteil: Es ist ein „endloses Spiel“. Das bedeutet: Es gibt bekannte und unbekannte Spieler, die Regeln sind veränderbar und das Ziel des Spiels besteht darin, das Spiel fortzusetzen.

Paradigmenwechsel 4: Sinn schlägt Zweck

Intuitiv lässt sich das schnell verstehen. Aber wissenschaftlich bringt es uns an eine unangenehme Grenze, denn Unendlichkeit lässt sich nicht in Zahlen fassen. In den 70ern hat man es sich einfach gemacht und die eine Hälfte der Gleichung vernachlässigt. Das unendliche Spiel wurde auf ein endliches reduziert. Aber früher oder später muss sich jede Wirtschaft auf die Gesetzmäßigkeiten der Natur besinnen. Und die Naturwissenschaften zeigen zwei Dinge eindeutig. Erstens: Wirtschaft ist ein endloses Spiel. Und zweitens: Die Menschliche Fähigkeit, Sinn zu kreieren, ist nicht nur irgendeine Funktion des menschlichen Organismus. Es ist sein wahrer Wesenskern. Für die Wirtschaftswissenschaften wird es noch Jahrzehnte dauern, diese Erkenntnis zu integrieren. Als Unternehmer können Sie jedoch schon heute davon profitieren. Ich möchte Ihnen dringend raten: Nutzen Sie diese Chance.

Wir BWLer haben nicht zwangsläufig Unrecht. Aber wir wurden einseitig ausgebildet. Und wie in jeder Beziehung führt Einseitigkeit erst in die Einöde und dann in die Krise. Jede Frau wünscht sich einen starken und dominanten Partner (oder Partnerin). Aber sie will auch nicht nur herum kommandiert werden. Genau so sehr wünscht sie sich auch gefühlvolle und verletzliche Momente in der Beziehung. Sie will das Beste aus beiden Welten: Jemanden der der dominant ist UND der über seine Gefühle sprechen kann.

[1] The Conference Board Inc. (2018): Global Leadership Forecast

Alexander Graf von Bullion

Foto: Picture People

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