Der Juara Strand auf Pulau Tioman ©Travelleo

Abenteuer Südostasien: Strände, Streetfood, Skylines – das Beste aus einem Monat Malaysia

Michael Panusch

22. November 2023

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Wow! – Anders lassen sich unsere letzten Wochen in Malaysia kaum beschreiben. Selten zuvor wurden wir von einem Land dermaßen positiv überrascht. Traumhaft schöne Inseln, kristallklares Wasser, sattes Grün soweit das Auge reicht, eine kulinarisch unglaubliche Vielfalt und wahnsinnig freundliche Menschen – das ist die Kurzfassung. 

 

Über die Grenze nach Malaysia 

Aber der Reihe nach: Am 09. September haben wir die Grenze von Singapur nach Malaysia überquert. Zugegeben, der Start in Malaysia war holprig und nicht ganz so schön. Die erste Nacht haben wir in der Grenzstadt Johor Bahru verbracht, die wir dir definitiv nicht empfehlen würden. Recht hässlich, dreckig und ohne nennenswerte Highlights. Dafür aber mit sehr offenen und freundlichen Menschen, die uns haben erahnen lassen, was uns die nächsten Wochen erwarten wird. 

 

Pulau Tioman 

Nachdem wir am Abend nochmal alle Busse und Fähren für den nächsten Tag umbuchen mussten und die Nacht kein Auge zubekommen haben, war die Erleichterung groß, als wir morgens um 7 Uhr im Bus Richtung Küste saßen. Obwohl wir vor Müdigkeit unsere Augen kaum aufhalten konnten, hat uns das, was wir ab sofort gesehen haben, nicht schlafen lassen. Palmen soweit das Auge reicht und der ein oder andere Affe am Wegesrand. Und das sollte nur ein Vorgeschmack sein, denn knappe fünf Stunden später sind wir im ersten Paradies unserer Reise angekommen: Pulau (= Insel) Tioman. 

 

Das klingt jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber das Gefühl, dort angekommen zu sein, löst heute noch Gänsehaut bei uns aus. Denn nach all dem Reisestress und Monaten des ‘Hinfieberns’ hat diese Insel genau das verkörpert, was wir uns in unseren Köpfen vorgestellt hatten. Und auch der zweite Eindruck war toll: Wir hatten ein kleines, gemütliches Holzchalet, den Strand direkt vor der Tür, sind schon morgens ins badewannenwarme Wasser gehüpft und haben jeden Tag unsere Frucht-Smoothies geschlürft. Aber auch die ganze Insel hatte einiges zu bieten. Zahlreiche Wasserfälle, abgefahrenes Wildlife (z.B. Flughunde oder Warane) und einen der schönsten Strände, den wir je gesehen haben – im Inseldorf Juara. 

 

Empfehlen können wir euch neben einem Tagestrip rund um die Insel auch die umliegenden kleineren Inseln zum Schnorcheln sowie eine Kayak-Tour zu den verschiedenen Buchten der Insel, in denen ihr den Strand teilweise für euch ganz alleine habt – einfach traumhaft! 

 

Nachdem wir bereits direkt nach Ankunft um eine Nacht verlängert hatten, hieß es nach vier Tagen Abschied nehmen. Auch wenn uns das gar nicht so leicht fiel, hat glücklicherweise schon das nächste Inselparadies auf uns gewartet: die Perhentian-Inseln. Der Weg dorthin war allerdings wild. Nachdem wir morgens die Fähre nahmen und 10 Stunden im Café gearbeitet haben, um 23 Uhr in den Nachtbus gestiegen sind und um 5:30 mit dem nächsten Taxi Richtung Fähre fuhren, waren wir absolut platt, als wir gegen 11 Uhr nach über 26 Stunden Reise endlich ankamen. Die gute Nachricht: Es hat sich mehr als gelohnt. 

 

Perhentian-Inseln 

 

Auch die Perhentian-Inseln haben uns mit strahlendem Sonnenschein und sogar NOCH klarerem Wasser empfangen. Weil wir wussten, dass das unsere (vorerst) letzten Tage am Strand sein werden, haben wir uns hier hauptsächlich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Ausnahmen waren unser Schnorchel-Trip an Jules Geburtstag und ein Abend auf der kleineren Nachbarinsel, die super einfach mit einem Wassertaxi zu erreichen war. Dort findet am Long Beach jeden Abend eine beeindruckende Feuershow statt, die uns wirklich begeistert hat. 

 

George Town 

Unser nächster Stopp führte uns zum ersten Mal an die Westküste der Malaiischen Halbinsel, und zwar nach George Town auf der Insel Penang. Die Stadt war zugegebenermaßen keine Liebe auf den ersten Blick, doch am Ende unserer fünf Tage waren wir sogar etwas traurig beim Abschied. 

 

George Town wird auch als “Gourmethauptstadt” Malaysias bezeichnet – und das vollkommen zurecht. Selbst als Vegetarier waren wir dort im food heaven! Wir haben jeden Tag richtig geschlemmt und einen tollen Mix aus “westlichem” Frühstück in hippen Cafés und malaysischer Küche am Abend an den kleinen Streetfood-Ständen gehabt. Curry, Nudelsuppe, Bratreis – alles gerade mal für 1 € pro Gericht. Abgesehen vom leckeren Streetfood gefielen uns in George Town die Streetart, Tempel diverser Religionen und die ‘hidden’ bars – coole Bars hinter unscheinbaren Eingängen, die man von außen niemals als solche erkennen würde. 

 

Neben George Town waren unsere Highlights auf Penang das “The Habitat” auf dem Penang Hill und der “Kek-Lok-Tempel”, einer der größten buddhistischen Tempel in Malaysia. “The Habitat” ist ein knapp 2 km langer Naturlehrpfad durch den über 130 Millionen Jahre alten Regenwald. Dort im Dschungel konnten wir zum ersten Mal seit Ankunft der Hitze entfliehen und auf einer 13 Meter hohen Aussichtsplattform einen 360 Grad Blick über die Insel Penang genießen – inmitten von unzähligen heimischen Pflanzen und Tieren wie Rieseneichhörnchen, Affen und bunten Schmetterlingen. 

 

Cameron Highlands 

Der nächste Ort auf unserer Malaysia Reise waren die weiter südlich gelegenen Cameron Highlands – eine Gegend inmitten von Teeplantagen, Nebelwäldern und Wasserfällen. Nach einer serpentinenreichen Busfahrt packten wir zum ersten Mal unsere Pullis und langen Hosen aus, denn in den Highlands wird es selten wärmer als 20 Grad. Die Natur dort war atemberaubend schön. Unser Highlight war – neben den grünen Teeplantagen – der “Mossy Forest”, der mit 200 Millionen Jahren als ältester Wald in Malaysia gilt. Dort wanderten wir durch dicke Nebelschwaden einer einzigartigen, unberührten Natur und sahen zum ersten Mal Fleischfressende Pflanzen (Jules neues Lieblingslebewesen). 

 

Unsere Unterkunft in den Cameron Highlands lag ganz in der Nähe einer Moschee und so wurden wir jeden Morgen um 5 Uhr vom Gebetsruf des Muezzin geweckt. Die malaysische Gesellschaft setzt sich aus vielen Religionen zusammen, der Islam gilt aber als Hauptreligion Malaysias: ca. 60 % der Bevölkerung sind Moslems. 

 

Kuala Lumpur 

 

Der letzte Stopp unserer Reise durch Malaysia war die Hauptstadt Kuala Lumpur. Wir waren sofort von der Skyline geflasht, in der vor allem drei Bauten hervorstechen: die berühmten Petronas Zwillingstürme, der KL Tower sowie der sich noch im Bau befindende Merdeka 118 Tower – der mit 678 Metern das höchste Gebäude in Südostasien und das zweithöchste Bauwerk der Welt darstellen wird (Eröffnung voraussichtlich in 2024). 

 

In KL haben wir uns durch die verschiedenen Viertel der Stadt treiben lassen, lecker gegessen (vor allem auf dem Jalan Alor Night Market) und den Abschluss unserer Malaysia Reise in der Heli Lounge Bar ausklingen lassen. Ein wirklich besonderer Ort: Bis 17 Uhr dient die Fläche als Helikopter-Landeplatz, danach verwandelt sie sich in eine richtig coole Rooftop Bar mit einmaligem Ausblick auf Kuala Lumpur. Eine absolute Empfehlung, wenn ihr dort seid! 

 

Wir wären gern noch länger in Malaysia geblieben, aber nach knapp einem Monat sagen wir Tschüss und terima kasih, Malaysia! (DANKE). In KL am Flughafen trennen sich unsere Wege für kurze Zeit: Leo fliegt für seine Gruppenreise nach Bali und für Jule geht’s auf die Nachbarinsel Lombok. Wir sind sehr gespannt auf Indonesien und freuen uns schon auf die 

17.000 Inseln, die uns dort erwarten ;-). 

 

Bis zur nächsten Ausgabe! Jule & Leo 

 

 

Hey, wir sind Jule & Leo – Reiseblogger aus Leidenschaft und aktuell auf neunmonatigem Backpacking-Trip durch Südostasien. Wir freuen uns sehr, dich zum Reisen inspirieren und motivieren zu können! Wenn du unsere Reise in Bildern verfolgen möchtest, kannst du gerne jederzeit bei Instagram “Hallo” sagen (@julitasjourney & @thetraveleo). Wir freuen uns auf deine Nachricht! 

Leben genießen: Streetfood in Georgetown ©TheTraveleo
Kokosnuss auf den Perhentian Islands ©TheTraveleo

cityglow autor

Michael Panusch

Als leidenschaftlicher Storyteller und urbaner Enthusiast hat Michael Panusch schon immer den Finger am Puls der Stadt gehabt. Als treibende Kraft hinter dem Cityglow Magazine versucht er, die ungesehenen Ecken, die unerzählten Geschichten und die dynamische Atmosphäre von unseren Metropolen zu beleuchten. Mit seinem scharfen Blick für Details und seiner Vorliebe für die Avantgarde spiegeln Michaels Artikel nicht nur seine Liebe zu urbanen Landschaften wieder, sondern bieten auch eine neue Perspektive auf das Stadtleben.

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