Leo und Jule back to school ©TheTraveleo

Abenteuer Südostasien: 

Michael Panusch

7. Januar 2024

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Emotional, emotionaler, Kambodscha 

So lässt sich unser Aufenthalt in Kambodscha treffend beschreiben. Auch wenn sich nach knapp drei Monaten das erste Mal die Reisemüdigkeit eingeschlichen hat und wir in Summe vergleichsweise wenig im Land umhergereist sind, hat es uns trotzdem – oder vielleicht sogar gerade deshalb? – sehr bewegt. 

Kurz zur Einordnung: Am 20. November sind wir in Phnom Penh, Kambodschas Hauptstadt, eingereist. Dort haben wir in Summe 10 Tage verbracht und können festhalten: Phnom Penh kann was! Viel Positives haben wir vorher ehrlicherweise nicht über die Stadt gehört. Umso erstaunter waren wir von dem, was wir erlebt haben. Wir waren zufällig zum “Water-Festival” in Phnom Penh, das jährlich ca. 6 Millionen Menschen aus dem ganzen Land anzieht, die das Ende der Regenzeit feiern. Bunt beleuchtete Boote auf dem Mekong, eine lebendige Promenade mit Street-Food-Ständen, Märkten und Bühnen und viele herzliche Einheimische, die uns auf ein Bier und zum Tanzen einluden. So werden wir gern in einem neuen Land begrüßt! 

Knapp 2 Millionen Tote in nicht einmal 4 Jahren 

Insgesamt ist Kambodscha mit 18 Feiertagen eines der Länder mit den meisten Feiertagen weltweit. Doch nicht alle diese Tage werden mit Freude gefeiert. Am 20. Mai jährt sich der nationale Gedenktag an die Opfer, die im Zuge des Genozids unter dem damaligen Regime der Roten Khmer ermordet wurden. Zwischen 1975 und 1979 wurde ein Drittel der damaligen Bevölkerung aus ideologischen „Gründen“ hingerichtet oder kam aufgrund von Zwangsarbeit, Hunger oder mangelhafter medizinischer Versorgung ums Leben. Und auch wenn diese schreckliche Zeit nach wie vor Einfluss auf das Leben aller Menschen in Kambodscha hat, war es für uns beeindruckend zu sehen, wie reflektiert und schnell das Land mit seiner Tragödie aufgeräumt hat. Dazu gehören u.a. die Errichtungen eines Museums im alten Folter-Gefängnis und eines Denkmals an der Stelle der ehemaligen ‚Killing Fields‘ – der für uns persönlich schlimmste Ort, an dem wir jemals waren.  

Verliebt in strahlende Kinderaugen 

Ein emotionales Kontrastprogramm hatten wir wenige Tage später, als wir eine Woche Freiwilligenarbeit in einer lokalen Schule leisteten. In einem kleinen Dorf zwei Stunden nördlich von Phnom Penh haben wir bei einer kambodschanischen Familie gewohnt und den Kindern Englisch beigebracht – eine tolle Erfahrung, die wir jedem ans Herz legen.  

Nach diesen ersten zwei Wochen rund um Phnom Penh ging es für uns auf die Trauminsel Koh Rong. Mit dabei: Daniel, ein Freund von Leo aus Hannover, der uns für zwei Wochen besucht hat. Koh Rong hat uns richtig gut gefallen! Filmreife Traumstrände, butterweicher weißer Sandstrand, kristallklares Wasser, traumhafte Sonnenuntergänge, nur wenige Menschen und eine ganz besondere Begegnung, die wir so schnell nicht vergessen werden. In der Nähe unserer Unterkunft hat die kleine Djadja gewohnt, mit der wir uns schnell angefreundet und viel mit ihr gespielt haben – ohne, dass wir uns verständigen konnten.  

Aber manchmal braucht es keine Worte. Wir haben sie in wenigen Tagen fest in unser Herz geschlossen. So sehr, dass wir schon fast eine Träne verdrücken mussten, als wir wieder abgereist sind.  

Angkor Wat – Die größte Tempelanlage der Welt 

Unser letzter Stopp in Kambodscha war, wohl kaum überraschend, Siem Reap. Als Tor zur größten Tempelanlage der Welt – Angkor – ist Siem Reap ein beliebtes Touristenziel, in dem wir uns für weitere 10 Tage eingenistet haben. Wir haben uns für ein 3-tägiges Angkor-Ticket entschieden und die weiteren Tage genutzt, um unsere Akkus aufzuladen und uns die Stadt am Tonle Sap – dem größten See Südostasiens – anzuschauen.  

Bevor wir jetzt groß ausholen und von Angkor berichten – schaut es euch unbedingt selbst an, wenn ihr in Kambodscha seid! Ein absolut magischer Ort, den man schwer greifen und noch schwerer beschreiben kann. Zurecht ist Angkor und speziell Angkor Wat (die größte Tempelanlage innerhalb der ehemaligen Stadt) UNESCO-Weltkulturerbe und ein Ort, der weltweit seinesgleichen sucht. Wenn du spezifische Fragen dazu hast, melde dich gerne bei uns. 

Ho-ho-ho. Oder eher hot-hot-hot? 

Kurz vor Weihnachten ging es für uns mit dem Bus über die Grenze nach Laos. Das bereits sechste Land auf unserer Südostasien-Reise – und auch das Land, in dem wir das Jahr 2023 beenden und ins neue Jahr starten werden. Zugegeben: Ein komisches Gefühl. Keine Weihnachtslieder, keine Weihnachtsmärkte, keine Kälte und keine Familie in der Nähe. Stattdessen: 30 Grad, kurze Hose und Flip Flops – so richtig kommt da keine Weihnachtsstimmung auf. Und obwohl vor allem Leo die Feiertage in der Heimat liebt, haben wir trotzdem das Gefühl, genau hier am richtigen Ort zu sein. Denn: Wir sind glücklich darüber, dieses Privileg zu haben, eine besondere Zeit an einem ganz neuen Ort zu verbringen. Wie genau wir unsere Weihnachtstage verbracht haben und welche Highlights uns in Laos erwarten, erfahrt ihr in der nächsten Ausgabe. 

Bis dahin wünschen wir dir eine wunderschöne Weihnachtszeit und ein gesundes, glückliches und abenteuerreiches Jahr 2024! 

Jule & Leo 

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Hey, wir sind Jule & Leo – Reiseblogger aus Leidenschaft und aktuell auf neunmonatigem Backpacking-Trip durch Südostasien. Wir freuen uns sehr, dich zum Reisen inspirieren und motivieren zu können! Wenn du unsere Reise in Bildern verfolgen möchtest, kannst du gerne jederzeit bei Instagram “Hallo” sagen (@julitasjourney & @thetraveleo). Wir freuen uns auf deine Nachricht! 

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Michael Panusch

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