Jetzt online lesen: Ausgabe 01.2026

Kunstkolumne: Georgia O’Keeffe – Meisterin der Moderne und Ikone der Blumenmalerei
Georgia O’Keeffe (1887–1986) – Porträt der Künstlerin, aufgenommen von Carl Van Vechten. Bildnachweis: Carl Van Vechten, Public Domain (Wikimedia Commons)
Aufrufe: 1

Kunstkolumne: Georgia O’Keeffe – Meisterin der Moderne und Ikone der Blumenmalerei

von CityGlow

von Caren Cunst

Liebe Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber, liebe Kunstfreunde,

heute starte ich das neue Jahr mit einer neuen Kunstkolumne für CityGlow – und mit einer Künstlerin, die für mich zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Kunstgeschichte zählt. Wer meine Kolumnen kennt, weiß: Ich liebe es, große Namen nicht nur vorzustellen, sondern auch ein Gefühl dafür zu vermitteln, warum sie bis heute wirken.

Falls ihr meine bisherigen Beiträge verpasst habt, findet ihr hier zwei Einstiege in meine CityGlow-Kolumnenwelt:
👉 Caren Cunst schreibt über Leonardo da Vincihttps://cityglow.de/caren-cunst-schreibt-ueber-leonardo-da-vinci/
👉 Caren Cunst schreibt über Kunst (Kolumnenübersicht): https://cityglow.de/caren-cunst-schreibt-ueber-kunst/

Für alle, die mich noch nicht kennen: Ich bin nicht nur Autorin, sondern selbst Künstlerin – im letzten Jahr durfte ich auf Sylt eine große Ausstellung präsentieren. Einen Einblick dazu findet ihr hier:
👉 https://cityglow.de/kunst-trifft-klang-caren-cunst-begeistert-in-der-alten-post-galerie-auf-sylt/

Und nun zu einer Frau, die mich seit vielen Jahren inspiriert:


Georgia O’Keeffe (1887–1986) – eine der wichtigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts

Georgia O’Keeffe war eine amerikanische Malerin und zählt zu den bekanntesten US-amerikanischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie gilt als eine der Begründerinnen der amerikanischen Moderne – und als Pionierin eines Stils, der Präzision, Klarheit und Reduktion miteinander verbindet.

Bekannt wurde sie vor allem durch ihre abstrahierte, aber dennoch eindeutig erkennbare Darstellung von Naturformen. Ihre Gemälde von Blumen, Küstenlandschaften und dem amerikanischen Südwesten haben die moderne Kunst nachhaltig geprägt – und lösten zugleich Anerkennung, Diskussionen und intensive Interpretationen aus.

In den 1920er Jahren erlangte O’Keeffe in der New Yorker Kunstszene Aufmerksamkeit – ein Moment, der ihr künstlerisches Gewicht in der Kunstwelt endgültig sichtbar machte.


Die Blumen – abstrakt, kraftvoll und doch so nah an der Natur

O’Keeffe wurde weltberühmt für ihre Blumenmotive. Doch diese Bilder sind nicht einfach „Blumenbilder“. Sie sind Betrachtungen – beinahe wie ein Heranzoomen der Welt.

Warum malte sie Blumen?

„Man nimmt sich wirklich selten die Zeit, eine Blume wirklich zu sehen. Ich habe sie groß genug gemalt, damit andere sehen, was ich sehe.“

Dieser Satz ist für mich ein Schlüssel zu ihrem Werk: Sehen lernen. Genau hinsehen. Schönheit nicht nebenbei konsumieren – sondern sie bewusst erleben.


Eine Frau, die Kunstgeschichte verändert hat

Georgia O’Keeffe trug wesentlich dazu bei, die Rolle von Frauen in der amerikanischen Kunst neu zu definieren. Sie stand für Individualität und abstrakten Ausdruck – lange bevor diese Haltung in der breiten Kunstwelt wirklich anerkannt war.

Von ihr existieren rund 249 Werke, und sie gilt als eine der meistfotografierten Frauen des 20. Jahrhunderts.

Persönlich verehre ich Georgia O’Keeffe sehr – denn sie kann ohne Zweifel in einem Atemzug mit Künstlern wie Wassily KandinskyClaude Monet und anderen Größen der Kunstgeschichte genannt werden. Ihre Arbeit ist visionär, unverwechselbar und zeitlos.

Blue and Green Music (1919/1921) zählt zu den bekannten abstrakten Werken von Georgia O’Keeffe.
Foto/Bildnachweis: Georgia O’Keeffe, Public Domain, via Wikimedia Commons
Blue and Green Music (1919/1921) zählt zu den bekannten abstrakten Werken von Georgia O’Keeffe.
Foto/Bildnachweis: Georgia O’Keeffe, Public Domain, via Wikimedia Commons

Verbindung zu Frida Kahlo: Zwei Kulturen – eine Ära

Eine besondere Verbindung bestand zwischen Georgia O’Keeffe und Frida Kahlo. Ihre Beziehung war geprägt von gegenseitiger Bewunderung und Anteilnahme.

Man könnte sagen:
Zwei Kulturen, zwei Lebenswege, eine Ära.


Rekordpreis: Das teuerste Werk von Georgia O’Keeffe

Das teuerste Gemälde von Georgia O’Keeffe ist das 1932 entstandene Werk „Jimson Weed / White Flower No. 1“. Es wurde für 44,4 Millionen Dollar verkauft und stellte damit einen Rekord auf: das teuerste jemals verkaufte Werk einer Künstlerin.


Fazit: O’Keeffe lehrt uns, das Detail zu feiern

Und so endet meine kleine Hommage an eine Künstlerin, die uns lehrt, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Die Schönheit im Detail zu entdecken – und den Mut zu haben, sie groß zu zeigen.

Mögen wir alle ein bisschen mehr O’Keeffe in uns tragen: neugierig, leidenschaftlich und unbeirrbar.

Mit künstlerischer Leidenschaft und herzlichen Grüßen
Caren Cunst

Das könnte dich auch interessieren

  • Ghost Musical Berlin: „GHOST – Nachricht von Sam“ eröffnet das BlueMax Theater am Potsdamer Platz
    Prominente Gäste zur Eröffnung des neuen Musical-Hotspots: Dieter Hallervorden und Christiane Zander beim „Blue Carpet“ zur Premiere von GHOST – Nachricht von Sam im BlueMax Theater Berlin am Potsdamer Platz. Foto: Jens Ochmann
    von CityGlow
    KUNST / KULTUR
    6 Minuten Lesezeit

    Ghost Musical Berlin: „GHOST – Nachricht von Sam“ eröffnet das BlueMax Theater am Potsdamer Platz

    Berlin hat einen neuen Musical-Hotspot: Mit GHOST – Nachricht von Sam feierte am 09. Januar 2026 nicht nur ein echtes Publikumsliebling-Musical Premiere – gleichzeitig…

  • lilacard übernimmt „Der kleine reibach“: Neue Vorteilskarte-Ära startet in Hannover
    Ob Café-Besuch oder Freizeit-Highlight: Nach der Übergabe von „Der kleine reibach“ an lilacard profitieren Nutzer:innen in Hannover künftig von vielen 2für1- und 50%-Deals. Foto: Freepik
    von CityGlow
    Allgemein, BUSINESS Hannover
    4 Minuten Lesezeit

    lilacard übernimmt „Der kleine reibach“: Neue Vorteilskarte-Ära startet in Hannover

    Hannover bekommt ein neues Kapitel im Vorteils- und Gutscheinsegment: Nach über zwei Jahrzehnten endet die aktive Vertriebsphase von „Der kleine reibach“ – und…

  • AHOI 2026 im Hotel Reichshof Hamburg: Astra statt Champagner
    Hamburgs Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher eröffnet mit dem traditionellen Eröffnungstanz den AHOI-Neujahrsempfang 2026 im Hotel Reichshof Hamburg – umgeben von Gästen in Abendgarderobe auf der vollbesetzten Tanzfläche. © André Mischke
    von CityGlow
    EVENTS, KUNST / KULTUR
    6 Minuten Lesezeit

    AHOI 2026 im Hotel Reichshof Hamburg: Astra statt Champagner

    AHOI 2026 in Hamburg: Schnee, Astra und ein Jahresauftakt, der anders ist Hamburg kann Jahresauftakt – aber eben nicht geschniegelt…