Influencerin Sandra Czok schreibt ein Buch, über die EInzelheiten hat sie mit uns gesprochen

Zwischen PC und Papier: Creatorin Sandra Czok geht unter die Autoren

Michael Panusch

17. April 2023

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Neulich eine eigene Sendung, jetzt ein Buch – Sandra startet dieses Jahr so richtig durch. Diese Powerfrau ist unermüdlich und lässt sich durch nichts aufhalten. Uns erzählt sie, worum es in ihrem Buch geht und wie sie mit Rückschlägen umgeht.

Wir haben gehört, dass du ein eigenes Buch schreibst. Um was geht es darin?

Das ist völlig richtig, allerdings muss ich direkt korrigieren. Ich schreibe es nicht allein, sondern gemeinsam mit 19 wundervollen Creator/-innen, die unterschiedlicher nicht sein können. Jede und jeder von ihnen beschreibt seinen ganz eigenen Weg, welcher divers beleuchtet wird. Das Buch gibt einen Mehrwert für die Branche und vor allem für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, Content Creator zu werden. Erschreckenderweise sind es mittlerweile 2/3 der Jugendlichen, die von solch einer Karriere träumen. Wir möchten mit unserem Buch aufklären und über Sonnen- und Schattenseiten sprechen. Es geht um private Themen, aber auch um wertvolle Tipps und Tricks oder aber Zukunftsprognosen.

War ein eigenes Buch schon immer dein Traum?

Tatsächlich schon, allerdings habe ich es eher zu einem späteren Zeitpunkt gesehen. In meinen Kopf schwirrte eine Art Lebensratgeber gemischt mit guten Portion Humor und ein wenig Biografie herum. Aber manchmal kommt es anders, als man denkt. Als die Anfrage vom Autorenclub reinkam, habe ich ehrlich gesagt gar nicht lange drüber nachgedacht und die Chance wahrgenommen. Ich bin sehr aufgeschlossen, was neue Ideen angeht und plötzlich war ich Autorin. So schnell geht’s. Mein ursprünglicher Plan rückt jetzt also weiter in den Hintergrund. Irgendwann wird der richtige Zeitpunkt kommen. Jetzt heißt es erstmal CREATORS CREATION, was übrigens noch nicht der finale Name ist. Aber psst.

Kommst du gut voran oder hast du auch mal Schreibblockaden?

Ich verrate euch ein Geheimnis: Ich muss gar nicht schreiben. Das ist der Clou daran. Beim Autorenclub wird mittels eines besonderen Systems gearbeitet. In Form von Interviews wird das gesprochene Wort im Vorfeld transkribiert. Das Schreiben wird erst im späteren Schritt bei den Feinheiten zum Thema. Außerdem stellt dieses Buch eine spezielle Form dar. Sprich, es lebt und entwickelt sich mit seinen Autor/-innen. Erst dann wissen wir ganz genau, wo die Reise hingeht. Das Projekt ist also superspannend.

Ein Buch zu schreiben bedeutet auch, sich zurückzuziehen damit die Gedanken fließen können. Kannst du die Ruhe im deinem sonst so turbulenten Leben gut aushalten?

Das Projekt startete tatsächlich schon 2022 für mich. Parallel zur Hochzeitsplanung, um genauer zu sein. Seither entwickelte ich gemeinsam mit der Redaktion ein Konzept, einen roten Faden und das komplette Casting für die potenziellen Autor/-innen. Erst in der zweiten Phase ging es thematisch für mich in die Tiefe. Anders als gedacht, fiel es mir eher schwer, mich zu entscheiden, welche Dinge in diesem Buch thematisiert werden sollen. Wir stecken immer noch in diesem Prozess, weil wir uns dafür wirklich viel Zeit nehmen. Ich bin da sehr dankbar, denn mich möchte natürlich auch, dass es gut wird! Im turbulenten Alltag werden also strickte Termine gemacht, bei denen wir Schritt für Schritt vorankommen.

Gerade als Content Creator in der Social-Media Welt wirkt es überraschend, dass du explizit ein Buch veröffentlichen möchtest. War das nur ein Zufall oder war die Entscheidung explizit?

Ich liebe Bücher. Ich liebe den Geruch im Buchladen und freue mich wie ein Kind, wenn ich mit einem neuen Buch starte. Das war also mehr als klar. Vielleich ist das auch so ein typisches Vorurteil, weil man so etwas von einem Creator nicht erwartet. Natürlich bin ich sehr onlineaffin, aber ich kann es auch kaum abwarten, mein Handy auf die Seite zu legen. Ich gehöre da noch zu der ersten Generation der Creators, die die Anfänge miterlebt haben und gestartet sind, jedoch immer noch eine Kindheit ohne Onlineprägung hatten. Daher lege ich großen Wert auf solch haptische Dinge. Ich bin etwa auch ein großer Fan von Visionboards oder richtigen Kalendern.

Denkst du, Gedanken niederzuschreiben kann auch im Alltag helfen?

Na klar, nicht nur Gedanken! Auch Träume oder Visionen. Selbst meine Mutter führt seit Jahren eine Art Heft, in dem sie lauter Gedanken notiert. Da ist ordentliches Potenzial drin. Die Czokis – eine wilde Familie zwischen Klößchen und Kollektion. Ich sehe es schon. Spaß bei Seite. Ich finde es superwichtig, sich Dinge aus dem Kopf zu schreiben. Gerade wenn man nicht einschlafen kann, kann ich das sogar empfehlen! Wer kennt sie nicht, diese Gedanken, die einen Tag und Nacht beschäftigen. Wenn wir uns diese von der Seele schreiben, fühlen wir uns viel besser. Glaubt mir, das funktioniert

Motivation ist wichtig, aber hast du auch mal Tage, an denen einfach nichts läuft?

Die hat doch jeder, oder? Ich muss sagen, dass mir der Autorenclub durch das Einsprechen natürlich viel Arbeit abnimmt. Es macht eine Menge Spaß. Wir sind allerdings auch noch mittendrin in diesem Prozess, deswegen gehe ich da auch mit dem nötigen Respekt heran und bin gespannt, wie wir das Ganze entwickeln werden.

Muss man manchmal eine Niederlage hinnehmen, oder ist aufgeben keine Option?

Niederlagen gehören absolut dazu. So ist das Leben und ich finde sie auf eine Art und Weise auch wichtig, weil sie uns dazu anregen, alles zu geben. Wenn man mit all dem Zweifel fertig ist, schreit man eben kurz und macht dann weiter mit dem, was man WIRKLICH WILL. Da gibt es auch so ein gutes Sprichwort von Bodo Schäfer: „Gewinner scheitern, bis sie erfolgreich sind.“ Das finde ich gut. Aufgeben ist also keine Option.


Fashion Week, eigene Sendung, eigene Buch – hast du manchmal Angst vor einem Burnout? Kommt da die Freizeit nicht zu kurz?

Welche Freizeit? Ich muss lange überlegen, aber ich verbinde wirklich alles mit dieser Leidenschaft. Oft sieht man die Dinge nicht direkt. Es passiert meist einfach wahnsinnig viel im Hintergrund. Aber klar, natürlich muss ich da in ein gutes Gleichgewicht kommen und das alles ab und zu beiseitelegen. Ich habe manchmal Phasen, in denen ich nicht so gut zu mir selbst bin, mir selbst nichts gönne, nicht auf mich und die Zeichen achte, weil ich zu motiviert bin. Da stoppt mich mittlerweile meine Familie. Im Februar hatte ich auch eine etwas schwierige Phase, die ich nicht so richtig zuordnen konnte. Ich war innerlich sehr unruhig und wusste gar nicht, warum. Höchste Zeit, um wieder regelmäßig Baden zu gehen. Seither fahre ich damit ganz gut. Ich lege wieder mehr Wert auf Dinge, die mir Energie geben und grenze mich bewusst von Energiesaugern ab. Dann bleibt genug Power für die Leidenschaft übrig, denn es war immer schon das Ziel, mein Hobby, also die Freizeit, zum Beruf zu machen.

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Michael Panusch

Als leidenschaftlicher Storyteller und urbaner Enthusiast hat Michael Panusch schon immer den Finger am Puls der Stadt gehabt. Als treibende Kraft hinter dem Cityglow Magazine versucht er, die ungesehenen Ecken, die unerzählten Geschichten und die dynamische Atmosphäre von unseren Metropolen zu beleuchten. Mit seinem scharfen Blick für Details und seiner Vorliebe für die Avantgarde spiegeln Michaels Artikel nicht nur seine Liebe zu urbanen Landschaften wieder, sondern bieten auch eine neue Perspektive auf das Stadtleben.

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