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Lothar Bergmann: Ohne Titel, offen für alles
Lothar Bergmann stellt in der GlowArt Gallery Hamburg HafenCity aus
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Lothar Bergmann: Ohne Titel, offen für alles

von CityGlow

Lothar Bergmann gibt seinen Bildern keine Titel. Nicht, weil er nichts über seine Kunst zu sagen hätte. Er möchte vielmehr verhindern, dass das erste Wort den Blick bereits in eine bestimmte Richtung lenkt. Am 7. August 2026 zeigt der Künstler seine Arbeiten bei der Vernissage „Abstraktion. Impression. Figurativ.“ in der GlowArt Gallery in der Hamburger HafenCity.

Wer ist Lothar Bergmann?

Lothar Bergmann ist ein in Kirchhundem im Sauerland lebender Künstler, der sich vorwiegend mit abstrakter Malerei beschäftigt. Er stammt ursprünglich aus Sachsen und fand ohne Kunststudium, Kurse oder Lehrgänge zur Malerei.

Seine Bilder entstehen aus praktischer Erfahrung, Beobachtung und Experimentierfreude. Bergmann möchte sich weder auf eine bestimmte Stilrichtung noch auf wiederkehrende Bildmuster festlegen. Neue Ideen, Techniken und Wirkungen gehören für ihn zu jedem Werk.

Sein Credo lautet: „Probieren und Testen geht über Studieren.“ Dahinter steht keine Ablehnung von Wissen. Der Satz beschreibt vielmehr sein Vertrauen in die eigene Erfahrung und die Bereitschaft, eingeschlagene Wege immer wieder zu überprüfen.

Warum haben seine Bilder keine Titel?

Lothar Bergmann versteht seine Werke nicht als Rätsel, für die es nur eine richtige Lösung gibt. Entscheidend ist für ihn der Moment, in dem ein Bild im Auge des Gegenübers ein Eigenleben entwickelt.

Ein Titel könnte diese Begegnung beeinflussen. Er würde möglicherweise ein Motiv, eine Stimmung oder eine bestimmte Interpretation vorgeben. Bergmann möchte dagegen erfahren, was andere Menschen in seinen Arbeiten erkennen – auch dann, wenn ihre Wahrnehmung von seiner eigenen Ausgangsidee abweicht.

Der Dialog über ein Bild beginnt für ihn deshalb nicht mit einer Erklärung, sondern mit einer Frage. Was sehen die Betrachterinnen und Betrachter? Welche Formen, Zusammenhänge oder Empfindungen entdecken sie? Und entsteht dabei vielleicht etwas, das der Künstler während des Malens selbst noch nicht im Sinn hatte?

Die fehlenden Titel sind damit kein nachträglicher Verzicht, sondern ein wesentlicher Teil seiner künstlerischen Haltung.

Wie kam Lothar Bergmann zur Malerei?

Der Beginn seiner künstlerischen Beschäftigung lässt sich auf einen konkreten Tag zurückführen. 2008 besuchte Bergmann an einem verregneten Sonntagnachmittag aus Neugier eine Kreativausstellung in der Siegerlandhalle in Siegen. Dort kaufte er seine ersten Pinsel und eine kleine Grundausstattung.

Aus diesem spontanen Entschluss entwickelte sich zunächst ein Experiment. Am Anfang malte er vor allem Blumenmotive für den eigenen Gebrauch. In den ersten Jahren arbeitete er noch eher sporadisch. Mit wachsender Erfahrung stiegen jedoch auch seine eigenen Ansprüche.

Landschaften und Porträts reizten ihn als Motive kaum. Zunehmend wandte sich Bergmann der abstrakten Malerei zu. Zwischen 2015 und 2022 trat die Kunst vorübergehend in den Hintergrund, während er sein Eigenheim baute.

Als er 2022 wieder intensiver zu malen begann, nutzte er verschiedene Maltechniken und Videotutorials als Anregung. Feste Regeln leitete er daraus nicht ab. Im Jahr 2024 sah er schließlich den Punkt erreicht, an dem sich eine eigene Bildsprache herausgebildet hatte.

Ein Lebensweg des Ausprobierens

Lothar Bergmann stammt aus Sachsen. Im Jahr 1989, wenige Wochen vor dem Fall der Berliner Mauer, kam er über Ungarn in die damalige Bundesrepublik.

Zunächst arbeitete er als Lagerarbeiter, später als selbstständiger Handelsvertreter. Rund zehn Jahre war er im Vertrieb von Krananlagen und Hebezeugen tätig. Danach wechselte er in den Bereich der Schienen- und Schienentechnik. Bis 2015 blieb dies sein berufliches Arbeitsfeld.

Auch außerhalb des Berufs spielte handwerkliches Arbeiten eine große Rolle. Nach eigener Aussage baute Bergmann drei Häuser weitgehend in Eigenleistung.

Diese praktische Seite seiner Biografie erklärt seine Kunst nicht. Sie macht jedoch eine Haltung sichtbar, die auch in seinem Atelier eine Rolle spielt: ausprobieren, prüfen, verbessern und einen begonnenen Weg nicht vorschnell aufgeben.

Wie arbeitet Lothar Bergmann?

Wenn seine übrigen Aufgaben es zulassen, malt Lothar Bergmann gewöhnlich ein bis zwei Stunden am Tag. Am Ende einer Arbeitseinheit fotografiert er den aktuellen Stand des Bildes.

Die Aufnahme betrachtet er später mit einem gewissen zeitlichen und räumlichen Abstand. Dabei entstehen neue Überlegungen zu Farben, Kompositionen und möglichen weiteren Eingriffen. Ein Werk kann sich auf diese Weise weit von seiner ursprünglichen Ausgangsidee entfernen.

Zunächst muss das Ergebnis seinem eigenen Empfinden entsprechen. Gleichzeitig möchte Bergmann vermeiden, sich zu wiederholen. Neue Techniken und Wirkungen gehören für ihn zum Entstehungsprozess. Daher können seine Arbeiten deutlich voneinander abweichen.

Nach seiner eigenen Einschätzung lassen sie sich keiner eindeutigen Stilrichtung zuordnen. Gerade diese Beweglichkeit ist Teil seiner künstlerischen Handschrift.

Vom privaten Experiment zur Ausstellung

Lange Zeit malte Bergmann ausschließlich für sich. Seine Frau und weitere Menschen aus seinem Umfeld ermutigten ihn schließlich dazu, die Arbeiten öffentlich zu zeigen.

Seine Werke waren bereits in Bad Laasphe, Attendorn, Kierspe, Lindlar, Schwelm und Fröndenberg an der Ruhr zu sehen. In seinem ersten Ausstellungsjahr verkaufte er nach eigenen Angaben 22 Bilder in unterschiedlichen Größen.

Der Verkaufserfolg freute ihn, ersetzte jedoch nicht seinen eigentlichen Antrieb. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Freude am Malen, das Experiment und die Suche nach einem Bild, dessen endgültige Gestalt zu Beginn noch nicht feststeht.

Lothar Bergmann in der Hamburger HafenCity

Am 7. August 2026 präsentiert Lothar Bergmann seine Arbeiten bei der Vernissage „Abstraktion. Impression. Figurativ.“ in der GlowArt Gallery Hamburg. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.

Neben Bergmann zeigen Elena Grumann, Wibke Schulz, Gisela Grünling, Maren Lüke-Amato, Rolf Krieger, Rainer Augur, Stanislava Maryšková und Andrea Engler ihre Werke.

Neun künstlerische Positionen treffen damit in der Hamburger HafenCity aufeinander. Das Spektrum reicht von abstrakten Kompositionen und atmosphärischen Impressionen bis zu figurativen Darstellungen.

Termin und Veranstaltungsort

Vernissage: Freitag, 7. August 2026
Beginn: 17 Uhr
Ort: GlowArt Gallery Hamburg
Adresse: Baakenallee 88, 20457 Hamburg
Stadtteil: HafenCity

Abstraktes Gemälde ohne Titel von Lothar Bergmann mit organischen Formen in hellen Pastelltönen
Abstrakte Kunst von Lothar Bergmann: Das unbetitelte Werk verbindet organische Formen in Weiß, Grau und zarten Pastelltönen mit einem dunklen Bildgrund. Die Deutung überlässt der Künstler bewusst den Betrachtenden.
Abstraktes Gemälde ohne Titel von Lothar Bergmann mit geometrischen Formen in Türkis, Gelb und Rot
Abstrakte Malerei von Lothar Bergmann: Geometrische Flächen, geschwungene Formen und feine Linien treffen auf Türkis, Gelb, Rot und Orange. Auch dieses unbetitelte Werk bleibt bewusst offen für persönliche Deutungen.

Häufige Fragen zu Lothar Bergmann

Wer ist Lothar Bergmann?

Lothar Bergmann ist ein ursprünglich aus Sachsen stammender Künstler, der heute in Kirchhundem im Sauerland lebt. Er beschäftigt sich vorwiegend mit abstrakter Malerei.

Hat Lothar Bergmann Kunst studiert?

Nein. Nach den vorliegenden Angaben hat er weder Kunst studiert noch entsprechende Kurse oder Lehrgänge besucht. Seine Arbeitsweise entwickelte er durch praktisches Ausprobieren, Beobachtung und Übung.

Seit wann malt Lothar Bergmann?

Seine Beschäftigung mit der Malerei begann 2008 nach dem Besuch einer Kreativausstellung in der Siegerlandhalle in Siegen.

Warum tragen seine Bilder keine Titel?

Lothar Bergmann möchte den Betrachterinnen und Betrachtern keine Interpretation vorgeben. Sie sollen selbst entscheiden, was sie in seinen Bildern erkennen.

Wo stellt Lothar Bergmann in Hamburg aus?

Seine Werke werden am 7. August 2026 in der GlowArt Gallery, Baakenallee 88, in der Hamburger HafenCity präsentiert.

Wann beginnt die Vernissage?

Die Vernissage „Abstraktion. Impression. Figurativ.“ beginnt am Freitag, 7. August 2026, um 17 Uhr.

CityGlow Tipp

Bei der Hamburger Vernissage trifft Lothar Bergmann auf acht weitere künstlerische Positionen. CityGlow stellt die beteiligte Künstlerin Wibke Schulz und ihre Malerei zwischen Körper, Farbe und Präsenz in einem eigenen Beitrag vor.

Auch Gisela Grünling nimmt an der Gruppenausstellung teil. Ihre lichtabhängige Werkserie präsentiert CityGlow unter dem Titel „Supernova: Schwarzlichtkunst, die Räume verändert“.

Mehr über den Ausstellungsort erfahren Leserinnen und Leser im Beitrag „GlowArt Gallery Hamburg: Kunst mit Herz und Haltung“.

Aktuelle Informationen zu Ausstellungen, Veranstaltungen und den Standorten in Hamburg und Laatzen bietet die offizielle Seite der GlowArt Gallery.

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