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Indians

Michael Panusch

22. November 2022

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„Hannover ist Indianerland“ diesen Slogan kann man häufig auf Stickern sehen, wenn man durch die Stadt läuft. Immer mit dabei die Farben blau, weiß und rot. Diese sind nämlich die Vereinsfarben der Eishockeymannschaft Hannover Indians. Seit 1948 gibt es den traditionsreichen Verein mittlerweile, seit 2006 trägt er den heutigen Namen. Hannover ohne die Indians ist unvorstellbar.

Vom Fan zum Geschäftsführer

„Ich gehe seit Ende 1989 zum ECH an den Pferdeturm, damals war vom Namen Indians noch lange nicht die Rede. Das war damals die beste und erfolgreichste Zeit des ECH, aus der auch heute noch der Kult rund um den Pferdeturm stand. Die Hütte war regelmäßig ausverkauft, damals waren noch nahezu 6000 Leute im Stadion erlaubt.“, beschreibt Andy Gysau seine ersten Eindrücke mit dem Verein. Seit 2018 ist er bereits Geschäftsführer. Der Pferdeturm ist die Heimspielstätte des Vereins. Schon 1959 wurde dort Eishockey gespielt. Für viele Menschen in Hannover hat der Pferdeturm eine besondere Bedeutung. Sportlich spielen die Indians seit mittlerweile 10 Jahren in der Oberliga Nord, eine der dritten Ligen im deutschen Eishockey Sport. „Wir haben viele Teams kommen und wieder verschwinden sehen, wir sind da die Konstante in der Oberliga. Unsere Fans sind uns immer treu geblieben, was uns natürlich auch eine gewisse Planungssicherheit gibt.“, erzählt er. Das gute Image der Hannover Indians hat auch von damals noch bestand. Die Fans gelten als großer Rückhalt in guten und in schlechten Zeiten. „Unsere Spieler müssen nah am Fan sein, und vor allem ehrliches Eishockey bieten. Am Pferdeturm ist es extrem wichtig, dass die Fans erkennen, dass die Mannschaft kämpft und alles bis zum Schluss gibt, um das Spiel gewinnen zu wollen.“, erklärt Gysau.

Die Fanunterstützung ist einzigartig

Einer der genau für dieses ehrliche Eishockey steht ist Maximilian Pohl. Dieses Jahr bestreitet die Identifikationsfigur seine 10. Profisaison im Indianstrikot: „Ich bin sehr stolz ein Indianer zu sein. Es ist ein sehr schönes Gefühl seit so langer Zeit ein Teil der Indians Familie und ein fester Bestandteil auf und neben dem Eis zu sein.“, gibt der Verteidiger zu. Pohl wurde bei den Indians zum Profi. Spieler des Vereins ist er schon seit er vier Jahre alt ist. Besonders stolz macht ihn aber noch etwas anderes: „Es ist wirklich ein schönes Gefühl, wenn man neben dem Eis von Menschen erkannt wird. Es macht einen unfassbar stolz. Genauso schön ist es Menschen in meinem Trikot rumlaufen zu sehen, die es mit Stolz tragen, so wie ich.“, verrät Pohl. Auch er ist von der Unterstützung der Fans besonders angetan: „In Hannover zu spielen ist schon etwas ganz Besonderes sowas gibt es so in unserer Liga kein zweites Mal. Andere Mannschaften haben grade einmal 150-800 Zuschauer.“, schwärmt Pohl. Im Pferdeturm sind 1500 Fans schon wenig. Bis zu 4600 passen maximal ins Stadion, ausverkaufte Spiele gibt es immer mal wieder, vor allem gegen den ungeliebten Nachbarn aus der Wedemark. Das weiß auch Pohl: „Die Spiele gegen die Hannover Scorpions sind immer ganz besondere. Da geht es um deutlich mehr als nur drei Punkte.“

Ein besonderes Derby

Zu diesem Derby kommt es auch im Dezember, aber diesmal zu einem ganz besonderen. Das Spiel findet in der HDI-Arena statt, dem Stadion von Hannover 96. „Eigentlich sollte es ein Outdoor Spiel in Hamburg geben, welches die Crocodiles im Fußballstadion machen wollten. Da es in der Oberliga nur eine Mannschaft gibt, mit der ein volles Stadion zu realisieren gewesen wäre, waren die Indians da von Anfang an im Boot.“, erklärt Andy Gysau. „Das klappte nicht und Hannover Concerts kam auf die Idee, dass dann nur das Stadtderby in Hannover die Massen mobilisieren könnte. Dann ging alles schnell und der momentane Hype rund um das Spiel und die bereits verkauften fast 30.000 Tickets beweisen, dass alles richtig gemacht wurde.“, so Gysau weiter. Auch für die Spieler wird das ein besonderes Spiel: „Wenn sie Glück haben dürfen Eishockeyspieler so etwas einmal in ihrem ganzen Leben erleben und ich bin mega glücklich, dass ich das erleben darf.“, ordnet Maximilian Pohl ein. Einen Tipp ließ sich aber nur Andy Gysau entlocken: „Wir werden das Spiel mit 5:4 nach Verlängerung gewinnen.“ Tickets für das Spiel sind noch zu haben.

cityglow autor

Michael Panusch

Als leidenschaftlicher Storyteller und urbaner Enthusiast hat Michael Panusch schon immer den Finger am Puls der Stadt gehabt. Als treibende Kraft hinter dem Cityglow Magazine versucht er, die ungesehenen Ecken, die unerzählten Geschichten und die dynamische Atmosphäre von unseren Metropolen zu beleuchten. Mit seinem scharfen Blick für Details und seiner Vorliebe für die Avantgarde spiegeln Michaels Artikel nicht nur seine Liebe zu urbanen Landschaften wieder, sondern bieten auch eine neue Perspektive auf das Stadtleben.

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