Gisela Grünling: Zwischen Supernova und Verantwortung
Die Bilder von Gisela Grünling verändern sich mit dem Licht. In ihrer vierteiligen Serie „Supernova“ beginnen spezielle Pigmente unter Schwarzlicht zu leuchten. Am 7. August 2026 präsentiert die Künstlerin ihre Arbeiten bei der Vernissage „Abstraktion. Impression. Figurativ.“ in der GlowArt Gallery in der Hamburger HafenCity.
Wer ist Gisela Grünling?
Gisela Grünling ist eine Künstlerin aus dem oberfränkischen Schönwald. In ihrem Atelier experimentiert sie mit Farben, Pigmenten und ungewöhnlichen Materialien. Unter ihrem vollständigen Namen Gisela Grünling-Stübiger ist sie zugleich Geschäftsführerin und Inhaberin von Stübiger Haustechnik in Selb.
Künstlerisches Experiment und unternehmerische Verantwortung gehören damit gleichermaßen zu ihrem Leben. Während in der Malerei Ergebnisse bewusst offenbleiben können, verlangt die Führung eines Unternehmens klare Entscheidungen, Kontinuität und Verlässlichkeit.
Diese beiden Tätigkeitsfelder stehen in ihrer Biografie nicht einfach als Gegensätze nebeneinander. Beide erfordern Ausdauer und die Bereitschaft, Entwicklungen aktiv zu gestalten.
Warum nennt sie ihr Atelier „Hexenküche“?
Gisela Grünling bezeichnet ihr Atelier als „Hexenküche“. Der Name steht für einen Ort, an dem nicht nur gemalt, sondern auch gemischt, ausprobiert und wieder verworfen wird.
Neben klassischen Farben verwendet die Künstlerin mitunter Kaffeesatz, Stoffe, Pasten oder Netzsäcke als gestalterische Mittel. Neue Ideen bleiben dabei selten auf ein einzelnes Bild beschränkt. Häufig entstehen ganze Werkgruppen.
Innerhalb dieser Serien untersucht Grünling bestimmte Materialien, Techniken und Farbwirkungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Das Experiment ist für sie kein vorbereitender Schritt, sondern ein wesentlicher Teil des künstlerischen Prozesses.
Wie fand Gisela Grünling zur Kunst?
Der Weg zur eigenen künstlerischen Arbeit verlief nicht geradlinig. Gisela Grünling ist gelernte Erzieherin. Bereits im pädagogischen Alltag experimentierte sie mit Farbe, Sprache und Musik.
Aufenthalte in der Schweiz und in Griechenland sowie Museumsbesuche verstärkten ihre Beschäftigung mit Malerei und Kunstgeschichte. Später trat die eigene Kunst während ihrer Arbeit als Werbefachfrau und zugunsten der Familie zeitweise in den Hintergrund.
In Schönwald fand sie schließlich mit neuer Kraft zur Malerei zurück. Dort entwickelte sie ihre experimentelle Arbeitsweise weiter und schuf Werkgruppen, in denen Farbe, Material und Wahrnehmung eng miteinander verbunden sind.
Was ist die Serie „Supernova“?
„Supernova“ ist eine vierteilige Serie von Gisela Grünling. Sie besteht aus vier Leinwänden im Format 100 mal 100 Zentimeter. Verarbeitet wurden Acryl-Lack-Pigmente, deren Wirkung sich unter UV-Licht verändert.
Bereits im Tageslicht erscheinen die Arbeiten farbintensiv. Unter Schwarzlicht wird eine zweite Bildebene sichtbar. Farben gewinnen an Leuchtkraft, Flächen wirken räumlicher und Bewegungen treten deutlicher hervor.
Kirchenfenster, optische Phänomene und Aufnahmen aus der Astronomie gehörten zu den Anregungen für diese Arbeiten. Der Titel verweist auf die Energie und Leuchtkraft einer Sternenexplosion.
Die Bilder sind jedoch keine wissenschaftlichen Illustrationen. Sie bleiben offene, abstrakte Farbräume, deren Wirkung sich mit den Lichtverhältnissen verändert.
Warum verändert Schwarzlicht die Bilder?
Die in den Werken verwendeten Pigmente reagieren auf UV-Licht. Dadurch werden Farben und Strukturen sichtbar, die im normalen Tageslicht weniger stark hervortreten.
Ein Wechsel der Beleuchtung verändert somit nicht das eigentliche Gemälde, wohl aber dessen Wahrnehmung. Die Betrachterinnen und Betrachter erleben zwei unterschiedliche Ansichten desselben Werkes.
Das Licht wird damit zu einem aktiven Bestandteil der Präsentation. Es beleuchtet die Kunst nicht nur, sondern verändert den sichtbaren Eindruck von Farbe, Tiefe und Bewegung.
Ausstellungen in Europa
Die Arbeiten von Gisela Grünling waren in ihrer Heimatregion sowie unter anderem in Mantua, Rom und Budapest zu sehen. Seit 2017 sind Werke von ihr im European Art Museum in Dänemark vertreten.
Im Mai 2026 zeigte sie die Serie „Supernova“ während der Ausstellung „Sehstoff“ in der GlowArt Gallery Hannover/Laatzen. Nun wird die Werkgruppe in Hamburg präsentiert.
Damit wechselt nicht nur der Ausstellungsort. Auch die räumliche Umgebung und die konkrete Lichtsetzung können beeinflussen, wie die leuchtenden Pigmente und das Zusammenspiel der vier Leinwände wahrgenommen werden.
Gisela Grünling-Stübiger als Unternehmerin
Unter ihrem vollständigen Namen Gisela Grünling-Stübiger führt die Künstlerin Stübiger Haustechnik in Selb. Nach dem Tod ihres Ehemannes Carl Stübiger übernahm sie 2025 die Leitung des 1974 gegründeten Unternehmens.
Die Frankenpost berichtete zu diesem Zeitpunkt von der Verantwortung für 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der Übernahme führt Grünling-Stübiger auch das Lebenswerk ihres Mannes weiter.
Diese Aufgabe unterscheidet sich deutlich von der offenen Arbeit in ihrem Atelier. Im Unternehmen geht es um Verlässlichkeit und die Zukunft eines über Jahrzehnte gewachsenen Betriebs. In der „Hexenküche“ darf ein Versuch scheitern, verändert oder vollständig neu begonnen werden.
Dennoch verbindet beide Bereiche eine Haltung: Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und Entwicklungen nicht nur abwarten, sondern selbst gestalten.
Gisela Grünling in der Hamburger HafenCity
Am 7. August 2026 sind die „Supernova“-Arbeiten von Gisela Grünling bei der Vernissage „Abstraktion. Impression. Figurativ.“ in der GlowArt Gallery Hamburg zu sehen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.
Neben Grünling präsentieren Lothar Bergmann, Elena Grumann, Wibke Schulz, Maren Lüke-Amato, Rolf Krieger, Rainer Augur, Stanislava Maryšková und Andrea Engler ihre Werke.
Die neun künstlerischen Positionen reichen von abstrakten Kompositionen und atmosphärischen Impressionen bis zu figurativen Darstellungen.
Termin und Veranstaltungsort
Vernissage: Freitag, 7. August 2026
Beginn: 17 Uhr
Ort: GlowArt Gallery Hamburg
Adresse: Baakenallee 88, 20457 Hamburg
Stadtteil: HafenCity


Häufige Fragen zu Gisela Grünling
Wer ist Gisela Grünling?
Gisela Grünling ist eine Künstlerin aus Schönwald in Oberfranken. Unter dem Namen Gisela Grünling-Stübiger führt sie außerdem Stübiger Haustechnik in Selb.
Was ist das Besondere an „Supernova“?
Die vierteilige Serie wurde mit Acryl-Lack-Pigmenten gestaltet, deren Wirkung sich unter UV- beziehungsweise Schwarzlicht verändert. Dadurch wird eine zusätzliche visuelle Ebene sichtbar.
Wie groß sind die „Supernova“-Bilder?
Die Serie besteht aus vier Leinwänden im Format von jeweils 100 mal 100 Zentimetern.
Welche Materialien verwendet Gisela Grünling?
Neben Farben und Pigmenten setzt sie mitunter Kaffeesatz, Stoffe, Pasten und Netzsäcke als gestalterische Mittel ein.
Wo stellt Gisela Grünling in Hamburg aus?
Die Serie „Supernova“ wird am 7. August 2026 in der GlowArt Gallery, Baakenallee 88, in der Hamburger HafenCity präsentiert.
Wann beginnt die Vernissage?
Die Vernissage „Abstraktion. Impression. Figurativ.“ beginnt am Freitag, 7. August 2026, um 17 Uhr.
CityGlow Tipp
CityGlow hat die besondere Wirkung der Werkserie bereits ausführlich im Beitrag „Gisela Grünling Supernova: Schwarzlichtkunst, die Räume verändert“ vorgestellt.
Bei der Hamburger Vernissage trifft Gisela Grünling unter anderem auf Wibke Schulz. Ihr künstlerisches Porträt findet sich bei CityGlow unter dem Titel „Zwischen Körper, Farbe und Präsenz“.
Mehr über den Veranstaltungsort und seine Entwicklung lesen Kunstinteressierte im CityGlow-Beitrag „GlowArt Gallery Hamburg: Kunst mit Herz und Haltung“.
Weitere Informationen zur Künstlerin und zur Serie bietet das offizielle Künstlerprofil von Gisela Grünling bei der GlowArt Gallery.





