Sandra mit ihrem Mann Sascha Czok auf der Fashion Week Berlin

Einmal Fashion Week und zurück

Michael Panusch

3. Februar 2023

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Unsere modebewusste Kolumnistin und Trendsetterin Sandra Czok war dieses Jahr nach zwei Jahren Pause endlich wieder einmal auf der Fashion Week in Berlin. Seit Jahren beobachtet sie das Event und ist dort bereits ein bekanntes Gesicht. Sandra hat das Geschehen vor Ort für uns zusammengefasst und uns ein exklusives Interview gegeben.

 

Sandra, du warst endlich wieder auf der Fashion Week in Berlin und bist vielen wichtigen Menschen begegnet. Wir sind sehr gespannt. Mit wem hast du dich dort getroffen?
Kannst du uns dazu was berichten?

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Jahr wieder auf die Fashion Week fahre. Anders als erwartet, ist diese natürlich auch mit viel Stress verbunden. Vor allem, wenn man innerhalb von zwei Tagen versucht, möglichst viel einzuplanen und nichts zu verpassen. Pünktlich zum Start ging es dann aber gemeinsam mit meinem Mann nach Berlin und schon auf der ersten Veranstaltung trafen wir auf altbekannte Gesichter, die wir bereits seit langer Zeit kennen. Freunde, Bekannte und Geschäftspartner – viele aus der Branche treffen sich zu dieser Zeit vor Ort.

Inwieweit nutzt du die Fashion Week als Inspiration für dich und deinen Content?

Im Prinzip informiere ich mich vor Ort über alle möglichen Trends aus reinem Interesse. Oftmals werden aber auch neue Brands oder irgendwelche Innovationen vorgestellt. Das finde ich tatsächlich noch viel spannender. Die neusten Technologien in Sachen Nägel und Haare. So fand man auf mehreren Events zum Beispiel den Trend der Infusionen wieder. Egal ob Vitamin C oder irgendeine Beauty-Geheimformel, die Nadel rein und ab in den Körper damit. Das ist schon krass, aber genau diese Neuheiten machen für mich neben der Mode die Fashion Week aus. Ich lasse mich gerne inspirieren und spreche mit vielen Partnern vor Ort.

Du beobachtest die Fashion Week seit 2015, welche Entwicklung beobachtest du?

Tatsächlich muss ich sagen, dass der Zauber der Fashion Week für mich persönlich nicht mehr der ist, der er einmal war. Vieles ist anders, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Entwicklung und Veränderung können ja auch gut sein. Allerdings hat sich seit 2015 ja auch vieles in der Content-Creator-Welt gedreht. Damals waren es noch Blogger und man ist auf Veranstaltungen gegangen, die nicht so überlaufen waren. Es waren unheimlich interessante Brands am Start, die auch im Nachhinein ein inniges Netzwerk gepflegt haben. Da ging es vor allem um den Austausch und Vertrauen. Heutzutage ist es einfach etwas oberflächlicher.

Hättest du Lust, selbst auch einmal auf der Fashion Week mitzulaufen?

Das war früher mein Traum, jetzt würde ich es eher vorziehen, als Moderatorin auf der Fashion Week zu stehen. Oder meine eigene Kollektion bei meiner eigenen Show zu präsentieren, die vom TV begleitet wird. Ich denke da einfach größer!

Welche Shows hast du gesehen und welche war dein Favorit?

Die Shows auf der Fashion Week begannen diesmal leider erst am Dienstag. So musste ich gezwungenermaßen einen durchkalkulierten Plan schmieden, um möglichst viele Termine wahrnehmen zu können. Oftmals vergisst man nämlich, dass die Veranstaltungen alle querbeet in Berlin verteilt sind. Die Fahrten und die Parkplatzsuche mitten in der Stadt stehlen einem wirklich viel Zeit. Verschiebt sich ein Termin, leiden alle darunter, und genau das geschah direkt am Morgen. So musste ich die Shows von Kilian Kerner und Marcel Ostertag leider absagen und konnte nur an der ersten Veranstaltung von Rebekka Ruétz teilnehmen. Etwas bedröppelt lag der Fokus dann auf den anderen Terminen, die allerdings umso wichtiger waren. Trotzdem: Rebekka Ruétz hat einfach gezeigt, was sie draufhat. Das Pret-á-Porter Label steht für eigenwillige und extravagante Kreationen. Ich liebe den spannenden Materialmix.

Du warst nur zwei Tage in Berlin, wie ist das zu schaffen?

Fast gar nicht. Es war schon sehr stressig und ich muss zugeben, dass ich froh war, als es wieder in Richtung Heimat ging. So viele Eindrücke und Impressionen, so viele Menschen und Gespräche, die man erstmal verarbeiten muss. Natürlich ist es zusammenfassend eine schöne Zeit, aber man muss schon gut organisiert sein. Am ersten Tag stürzte ich mich von der Autobahn direkt in den ersten Termin, danach folgten fünf weitere. Ich hatte mich zwischendurch für das Wohlfühl-Gefühl im Auto umgezogen und postete meine Stories ganz schnell auf der Toilette, bevor ich mich wieder in die Masse begab. Mit Abschluss des letzten Events buchte ich noch auf der Fahrt das Hotel für die Nacht, da ich im Vorfeld nicht einschätzen konnte, wo ich am nächsten Tag starten würde. Um nicht so viel Zeit zu verlieren, wollte ich direkt vor Ort einchecken. Nach einem Zimmerwechsel ging es abends mit Freunden aus Köln lecker essen und auf die Fashion Week Opening Party. Dienstag kam dann alles anders als erwartet. Ich musste zwei Mal den Plan ändern und konnte dadurch leider nicht beim LIVE von Channel 21 dabei sein. Dafür durfte ich aber an tollen Veranstaltungen teilnehmen, einen langjährigen Partner besuchen und super Brands kennenlernen. Alles in allem waren es zwei erfolgreiche Tage voller Mode, Menschen und neuer Impressionen.

Auf den Shows treffen viele bekannte Influencer zusammen. Wie ist der Umgang untereinander?

Influencer sind auch nur Menschen – einige etwas lauter und schriller oder auch ruhiger und schüchterner. Wie bei jeder anderen Veranstaltung auch begrüßt man die Menschen, die man kennt, tauscht sich aus und macht das eine oder andere Foto. Natürlich wimmelt es vor auffälligen Looks und coolen Accessoires, aber das ist ja auch die Fashion Week. Da lebt man sich modetechnisch schon gerne aus. Das ist beispielsweise ein Punkt, den ich daran so mag. Die Menschen leben Mode. Anders als in Hannover. Hier trägt man einen langweiligen grünen Mantel und fällt in der Masse auf. Wusstet ihr, dass Hannover im Moderanking ganz weit unten steht? Die Shops ordnen beispielsweise bei der Bestellung der neuen Ware immer den Modegrad der Kunden zu, da es natürlich davon abhängt, ob sie sich verkauft. Hannover schneidet da überhaupt nicht gut ab.
Kleiner Geheimtipp am Rande: Daher findet man in den typischen Stores in anderen Städten wie Hamburg viel auffälligere Mode als in Hannover. Hier verkaufen sich eher die unauffälligeren Teile.

 

Kommen wir zur letzten Frage, die uns sehr unter den Nägeln brennt: Was ist der neue Trend?

Neuste Trends gibt es in verschiedenen Bereichen. In Sachen Mode spielen Transparenz, Pailletten und der Materialmix wieder eine große Rolle. Es gibt eine Tendenz zu Skulpturen an Kleidern, Taschen oder Schuhen – sprich auffällig designte Elemente wie Blüten an klassischen Kleidungsstücken. Generell lässt sich sagen, dass die Cozy-Zeit, die durch die Pandemie entstanden ist, langsam vorbei ist und die Kollektionen wieder etwas wilder werden. Übrigens auch die Farben: Bei Marcel Ostertag wurden Schwarz, Mint, Off-White, Feuerrot, ein leuchtendes Dunkelgrün und darüber hinaus ganz viel Glitzer zum Thema. Auch im Beautybereich geht es etwas wilder zu. Infusionen boomen. Aber auch der Bereich „Reshape your body“ wird langsam größer geschrieben. Ich war wirklich überrascht, dass man mit Lymphdrainagen im Gesicht so krasse kurzfristige Ergebnisse erzielen kann. 2023 wird also sehr spannend!

cityglow autor

Michael Panusch

Als leidenschaftlicher Storyteller und urbaner Enthusiast hat Michael Panusch schon immer den Finger am Puls der Stadt gehabt. Als treibende Kraft hinter dem Cityglow Magazine versucht er, die ungesehenen Ecken, die unerzählten Geschichten und die dynamische Atmosphäre von unseren Metropolen zu beleuchten. Mit seinem scharfen Blick für Details und seiner Vorliebe für die Avantgarde spiegeln Michaels Artikel nicht nur seine Liebe zu urbanen Landschaften wieder, sondern bieten auch eine neue Perspektive auf das Stadtleben.

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