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Cap San Diego braucht Rückenwind – Hamburgs Wahrzeichen steuert auf die Werft zu
© Cap San Diego
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Cap San Diego braucht Rückenwind – Hamburgs Wahrzeichen steuert auf die Werft zu

von CityGlow

Ein siebenstelliger Betrag muss bis März 2026 gesichert werden – durch Förderung, Eigenmittel und zusätzliche Einnahmequellen für den Erhalt des Schiffes.

Die Cap San Diego, das größte fahrtüchtige Museums-Frachtschiff der Welt, muss im März 2026 in die Werft, um ihre Fahrtüchtigkeit und Klassifizierung zu erhalten. Die anstehende Werftzeit schlägt mit einem siebenstelligen Betrag zu Buche. Nach aktuellem Stand sollen Fördermittel von Bund oder Hamburger Haushalt voraussichtlich 50 Prozent abdecken. Die übrige Summe muss aus Eigenmitteln finanziert werden. Um die Werftzeit abzusichern, läuft ab sofort eine Initiative mit Spenden sowie zusätzlichen Erlösen aus der neuen

„Cap San Du“-Kollektion und einer limitierten Spirituosen-Edition an Bord – mit dem klaren Ziel, das schwimmende Wahrzeichen an der Überseebrücke zu erhalten.

„Bitten ist keine Option, Handeln schon“, betont Geschäftsführerin Ann-Kathrin Ruess. „Handeln heißt für uns: Wir mobilisieren Partner, schaffen eigene Einnahmequellen und zeigen, dass sich ein Wahrzeichen auch aus eigener Kraft bewegen kann. Die Cap San Diego ist kein Ausstellungsstück, sie lebt. Sie fährt, atmet, erzählt Geschichte. Damit das so bleibt, müssen wir jetzt anpacken – mit Verstand, Herzblut und der Unterstützung aus der Stadt, die dieses Schiff im Herzen trägt.“

© Patrick Ludolph

Handeln statt hoffen

Da Förderanträge noch im Austausch mit dem Denkmalschutzamt sind, wird parallel auf Eigeninitiative gesetzt. Die Werftzeit soll zu 50 % über Eigenmittel, Spenden und kreative Einnahmequellen abgesichert werden. Dazu gehören etwa die „Cap San Du“-Kollektion – personalisierte Kleidung, die aus dem Namen des Schiffs ein Versprechen macht – und die „Cap San Edition“, drei edle Spirituosen, die mitten im Hamburger Hafen reifen.

In Ladeluke 1 liegen Fässer mit Rum, Whisky und Brandy, die dort unter Hafenluft, Temperaturschwankungen und dem leichten Schaukeln des Schiffs weiterreifen – ein Sinnbild für die Verbindung von maritimer Geschichte, Handwerkskunst und norddeutschem Erfindergeist.

Bereits im vergangenen Jahr fielen hohe Investitionen aufgrund neuer Brandschutzauflagen an – ein weiterer Anlass, die anstehenden Arbeiten frühzeitig abzusichern.

„Die ‚Cap San Du‘-Kollektion und Produktentwicklung stehen für das, was wir tun“, führt Bordmanagerin Gesa Rädeker aus. „Sie zeigen, wie viel Herzblut und Kreativität an Bord stecken. Wir bewahren Geschichte, indem wir sie lebendig halten – und laden die Hamburgerinnen und Hamburger ein, Teil davon zu werden. Jeder, der sich ein Stück Cap San nach Hause holt – ob als Hoodie, Flasche oder Spende – trägt dazu bei, dass dieses Schiff auch morgen noch ‚Leinen los!‘ rufen kann.“

© Patrick Ludolph

Ein Gemeinschaftswerk für Hamburg

Seit über 60 Jahren ist die Cap San Diego Teil des Stadtbilds und Symbol für die maritime Geschichte Hamburgs. Heute steht sie für etwas ebenso Wichtiges: Verantwortung zu übernehmen. Jeder Beitrag – ob Spende, Produktkauf oder Sachleistung – fließt direkt in den Erhalt des Schiffes. Kein Cent geht verloren.

Fakten zum Erhalt

· Geplante Werftzeit: März 2026

· Geschätzte Gesamtkosten: siebenstelliger Betrag (geplante Förderung: 50 Prozent, Rest aus Eigenmitteln)

· Eigentümerin: Stiftung Hamburger Admiralität

· Betreiberin: Cap San Diego Betriebsgesellschaft mbH (gemeinnützig)

· Erhaltungsmaßnahmen: alle 5 Jahre zur Klasse Weitere Informationen unter www.capsandiego.de

© Cap San Diego

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