©Sandra Czok

Authentisch Ich: Das geht unter die Haut.

Michael Panusch

20. September 2023

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„Manche Leute werden dich dafür verurteilen, dass du dich verändert hast. Andere werden dich dafür feiern, dass du wächst.“ Mit dieser Aussage eröffnete Sandra erst letztens ihre Story in der Sendung „So tickt Deutschland“ auf RTL. Aber was ist wirklich damit gemeint und welche Rolle spielt ihr Tattoo dabei? Wir haben #dieCzokinterviewt: 

 

Mit einer Tasse dampfenden Kaffee in der Hand und den ersten Sonnenstrahlen des Tages startetest du vor einiger Zeit mit RTL in deinen Tag. Da ging so richtig unter die Haut, oder? 

 

Im wahrsten Sinne des Wortes ging es an diesem Tag so richtig unter die Haut, ja, denn ich ließ mich von einem Kamerateam bei meinem Lasertermin begleiten. Während einige Menschen ein Tattoo nach dem nächsten stechen lassen, bin ich froh wenn es weniger werden. Gut, so viele sind es nicht. Eigentlich habe ich habe nur winzige, bis auf eins. Das fühle ich schon lange nicht mehr und deshalb habe ich mich schon vor einigen Jahren dazu entschieden es zu entfernen. Meine Geschichte und die Message, die dahinter steckt, konnte ich nun auch im Rahmen der Dokumentation nach außen tragen. Das hat wirklich gutgetan und war mir wichtig. Deep talk würde ich sagen. 

 

Jetzt sind wir aber gespannt! Erzähl, aber halt STOP, von Beginn an bitte. 

 

Nun ja, wo soll ich bloß anfangen. Im Laufe des Lebens durchlaufen Menschen Veränderungen. Das ist ein natürlicher Prozess, der auch als Persönlichkeitsentwicklung bekannt ist. Dieser Prozess ermöglicht es uns, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln, zu lernen und uns selbst auf immer wieder neue Art zu entdecken. Jede Phase ist geprägt von verschiedenen Herausforderungen, Chancen und Möglichkeiten und so begann ich mich vor einigen Jahren mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Notizen wie „Mein Leben, meine Entscheidung, mein Erfolg“ fanden von nun an Platz in meinem Alltag und ich hörte auf, Ratschläge von Menschen anzunehmen, die nicht dort waren, wo ich sein wollte. Mein Mindset veränderte sich, wurde stärker, fokussierter, klarer und plötzlich konnte ich mich nicht mehr mit dem Mädchen im Blumenkleid identifizieren. Auch süß, aber nicht mehr die Personen, die ich sein wollte, die ich war, NEIN – die ich bin. Merkt ihr, was ich meine? Ich meine ganz ehrlich, ich habe doch nicht so hart gearbeitet, um die gleiche zu bleiben. Jeder entwickelt sich weiter, das ist völlig normal. Wir machen diverse Erfahrungen und mittlerweile liegen zwischen dem Blumenmädchen mit der Schleife und der Sandra von heute über 12 Jahre. Da blicke ich gerne mit einem Lächeln zurück. Auf mein Tattoo blicke ich jedoch nicht so gerne. 

 

Was hat es denn damit auf sich? 

 

Es ist mein erstes Tattoo und ich erinnere mich an den Tag, als ob es gestern gewesen wäre. Der Termin war schon sehr lange geplant, doch ich hatte mich erst in der Nacht davor final für das Motiv entschieden. Von vornherein war klar, dass es etwas Persönliches symbolisieren sollte und deswegen entschied ich mich letztlich für meinen Künstlernamen samt Logo. Soweit so gut. Kurz bevor es ernst wurde stellte sich allerdings heraus, dass meine Vorstellung nicht ganz umsetzbar war. Zack, da hatte ich ein drei Mal so großes Tattoo auf der Haut, wie ursprünglich geplant. Im ersten Moment war ich natürlich vom Glück überströmt, aber das Gefühl hielt nicht lange an. Schon einige Tage danach begann ich zu zweifeln und so schleppte ich das Gefühl durch die Jahre. Der Vorteil: Ich sah es nie selbst, da es auf der linken Rippenseite platziert war. Im Sommer blitze es jedoch immer mal wieder hervor. Spätestens da war die Entscheidung gefallen. Ich will endlich ohne sein, mich außerdem nicht mehr hinter dem Künstlernamen verstecken. 

 

Das klingt interessant. Viele wählen einen Künstlernamen, um sich zu schützen oder aber weil sie berufliches und privates trennen wollen. Warum wolltest du das plötzlich nicht mehr? 

 

Genau das war zu Beginn auch mein Gedanke. Der Selbstschutz. Ich hatte damals nicht daran geglaubt, dass die Dinge, die ich mir ausmalte auch Realität werden könnten. Ich war mir nicht sicher, ob das was ich mir ausmalte möglich wäre und so stellte die Kommunikation des richtigen Namens aus damaliger Sicht ein absolutes Risiko für mich dar. Im Marketing Bereich ernst genommen zu werden, aber gleichzeitig Trash und Dokumentationen zu drehen, das ist dünnes Eis. Da kommt man nur mit absolutem Feingefühl und Ausdauer hindurch. Wie oft stempeln Menschen Protagonisten ab uns stecken sie in bestimmte Schubladen, obwohl das TV Business so umfangreich ist. Da fehlt die Vorstellung, wie viel Arbeit dahinter steckt um überhaupt im deutschen Fernsehen stattzufinden, aber das ist ein anderes Thema. Ich wollte jedenfalls beides und zwar gleichzeitig.  

 

Wenn schon, denn schon. Wann war denn der Moment erreicht, an dem du den Künstlernamen nicht mehr tragen wolltest?   

 

Ach, den goldenen Moment gab es da eigentlich nicht. Es war eher ein Prozess. Mein Name wurde immer mehr und mehr kommuniziert. Da wurde mir klar, momentmal – es sind nicht zwei Leben, es ist eins, deins. Und ich begann, dass eher als Chance, anstatt Risiko zu sehen. Jede Erfahrung, jeder Erfolg, jeder Niederschlag – alles zahlt darauf ein und genau das ist eben auch mein Appell an all diejenigen, die in derselben Situation stecken. Wie oft traut man sich nicht bestimmte Wege zu gehen, weil das oder das passieren könnte. Macht einfach! Der Weg ist das Ziel, ihr glaubt nicht wozu ihr fähig seid und wohin er euch eines Tages führen wird.  

 

Du machst den Menschen da draußen also Mut den Schritt zu wagen, sich zu trauen und genau deshalb muss wahrscheinlich auch das Tattoo weg, richtig? 

 

Genau. Das verkörpert unabhängig vom optischen genau das Gegenteil. Den Part, der damals nicht an sich geglaubt hat, der sehr kritisch oder auch vorsichtig war. All das habe ich schon vor langer Zeit „losgelassen“. Mittlerweile mache ich auf meinen Kanälen Mut und bin glücklich, dass mich so viele wundervolle Menschen begleiten. Würde das Tattoo nicht diese Bedeutung haben, wäre es mir egal, da auch diese Phase zu mir gehört. Bei Dr. Rösler von „Endlich ohne Tattooentfernung“ wurde ich jedoch sehr schnell beraten und ehe ich mich versah, saß ich unter dem Laser.  

 

Das hört sich ziemlich schmerzhaft an. Ist es das denn auch? 

 

Eine ehrliche Antwort? Es geht. Schmerz ist ja immer subjektiv. Für meinen Geschmack tut das Lasern definitiv mehr weh, als das tätowieren. Es geht ja auch unter die Haut. Dr. Rösler sagt, es fühlt sich an, als ob man mit einem Gummiband 1000 Mal gegen die Haut schnippt. Das trifft es eigentlich ganz gut. Nach 3 Minuten ist die Session aber auch beendet und man ist der Entfernung wieder einen Schritt näher. Näher bedeutet, dass man je nach Tiefe und Intensivität des Tattoos definitiv einige Sitzungen braut.  

 

Wie viele benötigt man denn für eine Tattooentfernung und ist das Ganze ungefährlich? 

 

Das ist natürlich vom Tattoo abhängig. Farbige Tattoos sind wieder eine ganz andere Nummer und das muss nicht unbedingt ein Motiv sein. Dr. Rösler und sein Team entfernen auch Permanent Make-up wie Augenbrauen oder Augenlider. Da wird es dann ziemlich spezifisch. Für eine Beratung macht es deshalb definitiv Sinn direkt in der Praxis anzufragen. Termine bekommt man super schnell und auch eine Aufklärung findet vor Ort statt. Wenn alles passt ist man schon ganz bald – endlich ohne. 

 

Endlich ohne bist du dann ja auch bald. Wie viele Sessions benötigst du noch? 

 

Ich hatte insgesamt 8 Sitzungen, benötige aber mit Sicherheit noch zwei. Einige Stellen sind bereits komplett weg, andere zu tief gestochene ragen noch etwas hervor. Das wird!  

 

Bei dem Team ganz bestimmt, apropos Team – du hast jetzt ja auch als Marketer ein Team?  

 

Richtig, ein super starkes Team bei der ZAG. Meine neue Mission, doch das ist eine andere Gesichte.  

 

Eine ziemlich spannende sogar, doch mehr dazu in der nächsten Ausgabe! Wer Sandra auf ihrer Mission folgen möchte oder einen Motivationsschub braucht, der sollte dringend auf ihren Kanälen vorbei schauen. In diesem Sinne: Lust auf eine Veränderung? Sandra präsentiert die Jobs des Monats: 

 

cityglow autor

Michael Panusch

Als leidenschaftlicher Storyteller und urbaner Enthusiast hat Michael Panusch schon immer den Finger am Puls der Stadt gehabt. Als treibende Kraft hinter dem Cityglow Magazine versucht er, die ungesehenen Ecken, die unerzählten Geschichten und die dynamische Atmosphäre von unseren Metropolen zu beleuchten. Mit seinem scharfen Blick für Details und seiner Vorliebe für die Avantgarde spiegeln Michaels Artikel nicht nur seine Liebe zu urbanen Landschaften wieder, sondern bieten auch eine neue Perspektive auf das Stadtleben.

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