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BONENKAI 2025 in Hamburg: Deutsch-Japanische Gesellschaft feiert Jahresabschluss im Hotel Baseler Hof
DJG-Präsidentin Eiko Hashimaru-Shigemitsu eröffnet den Bonenkai 2025 der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hamburg im Hotel Baseler Hof – begleitet vom traditionellen Sake-Ritual am Taru-Fass. Foto: Cetin Yaman
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BONENKAI 2025 in Hamburg: Deutsch-Japanische Gesellschaft feiert Jahresabschluss im Hotel Baseler Hof

von CityGlow

Hamburg startete beschwingt ins neue Jahr – mit einer der schönsten japanischen Traditionen: dem Bonenkai. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hamburg (DJG) lud Ende 2025 zum jährlichen Jahresabschluss-Treffen ins Hotel Baseler Hof in der Hamburger Innenstadt. Im Mittelpunkt standen Austausch, Musik, Gemeinschaft und ein besonderer Moment japanischer Kultur: das traditionelle Öffnen eines Sake-Bottichs – begleitet von hochwertigem Taru-Sake aus Fukushima.

(Info: Das Bonenkai-Treffen fand in zentraler Lage in der Hamburger Innenstadt statt – im traditionsreichen Hotel Baseler Hof nahe Jungfernstieg und Gänsemarkt.)

Ryuichi Rainer Suzuki (Philharmonisches Staatsorchester Hamburg) im Gespräch mit der Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hamburg beim Bonenkai 2025 im Hotel Baseler Hof.
Foto: Cetin Yaman

Was ist ein Bonenkai? Japanische Tradition zum Jahresabschluss

Der Bonenkai (wörtlich „Vergiss-das-Jahr-Treffen“) gehört in Japan zu den wichtigsten gesellschaftlichen Ereignissen zum Jahresende. Dabei geht es nicht ums „Vergessen“ im negativen Sinn, sondern darum, das Jahr bewusst abzuschließen, Spannungen loszulassen und gemeinsam mit Kolleg:innen, Freund:innen oder Vereinsmitgliedern nach vorne zu blicken.

Der Bonenkai ist Teil der japanischen Feierkultur und wird der Kategorie Nomikai zugeordnet – gesellige Treffen, bei denen Gemeinschaft und Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. Auch in Hamburg ist diese Tradition längst angekommen – besonders durch Vereine wie die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hamburg, die den kulturellen Austausch seit vielen Jahren aktiv fördert.

DJG Hamburg blickt auf 2025 zurück – und kündigt Highlights für 2026 an

Bei der Veranstaltung zog DJG-Präsidentin Eiko Hashimaru-Shigemitsu eine äußerst positive Bilanz: 2025 sorgten mehrere Höhepunkte für große Resonanz. Dazu zählen die Wahl der Hamburger Kirschblütenkönigin Denise Duch, das anschließende Japan-Festival sowie gut besuchte Kulturveranstaltungen – unter anderem eine Lesung in der Grundbuchhalle des Hamburger Justizgebäudes.

Auch für 2026 kündigte die DJG besondere Programmpunkte an: Die Hamburger Kirschblütenkönigin wird gemeinsam mit einer DJG-Delegation nach Japan reisen, um Hamburg als kulturelle Botschafterin zu repräsentieren. Geplant sind dabei besondere Begegnungen und offizielle Termine – auch hochkarätige Gespräche seien möglich.

Musik, Begegnungen und ein besonderer Höhepunkt: Taru-Sake aus Fukushima

Neben zahlreichen Mitgliedern und Freund:innen der Gesellschaft begrüßte die DJG Hamburg viele Gäste aus Kultur, Musik und Wirtschaft. Nach den Eröffnungsreden folgten musikalische Beiträge von Schüler:innen der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg, die dem Abend eine festliche Atmosphäre verliehen.

Der Höhepunkt war das traditionelle Ritual des gemeinsamen Öffnens eines Sake-Bottichs – ein Moment, der in Japan symbolisch für Gemeinschaft und Glück steht. Ausgeschenkt wurde ein Ninki Taru-Sake (Junmai Ginjo) aus der Präfektur Fukushima, ausgewählt von Sommelier Detlev Heinrich.

Der besondere Charakter dieses Sake entsteht durch die Lagerung im Zedernholzfass (Sugi-Zeder). Dadurch entwickelt er ein eigenständiges Aromaprofil, das an einen japanischen Zedernwald erinnert – zugleich harmonisch, klar und intensiv. Je nach Trinktemperatur zeigt der Sake unterschiedliche Nuancen: kühl getrunken besonders frisch und präzise, wärmer etwas runder und aromatischer.

DJG-Präsidentin Eiko Hashimaru-Shigemitsu mit Bernhard Jurasch (Vorsitzender des Billbrookkreis) beim Bonenkai 2025 der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hamburg im Hotel Baseler Hof – vor dem traditionellen Taru-Sake-Fass.
Foto: Cetin Yaman

Shinnenkai in Hamburg: Japans Neujahrstradition folgt direkt im Januar

Wer Japan kennt, weiß: Traditionen enden nicht mit dem Jahresabschluss. Direkt im Januar folgt der Shinnenkai, die japanische Neujahrsfeier. Dabei werden gute Wünsche für das kommende Jahr ausgesprochen, Pläne geschmiedet und Ziele formuliert – ebenfalls in geselliger Runde und mit dem Wunsch, gemeinsam gut ins neue Jahr zu starten.

Hamburg zeigt damit einmal mehr, wie lebendig internationale Kultur in der Stadt gelebt wird – besonders dann, wenn sie Menschen zusammenbringt.

Kanpai, Hamburg!

Text von Cetin Yaman


FAQ: Bonenkai in Hamburg – DJG, Tradition & Sake erklärt

Was bedeutet „Bonenkai“?

Bonenkai bedeutet wörtlich „Vergiss-das-Jahr-Treffen“. In Japan ist das eine traditionelle Jahresabschlussfeier, bei der man das vergangene Jahr gemeinsam abschließt, den Kopf frei bekommt und mit neuer Energie ins kommende Jahr startet.

Was ist der Unterschied zwischen Bonenkai und Shinnenkai?

Der Bonenkai findet zum Jahresende statt und dient dem Rückblick und Abschluss des Jahres. Der Shinnenkai ist die Neujahrsfeier im Januar – dort stehen Wünsche, Ziele und ein positiver Start ins neue Jahr im Mittelpunkt.

Wer ist die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hamburg (DJG)?

Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hamburg (DJG) ist ein Verein, der den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Japan fördert. Dazu gehören Veranstaltungen, Vorträge, Begegnungen und kulturelle Events in Hamburg – oft mit Bezug zu japanischen Traditionen, Kunst und Gesellschaft.

Wo fand das Bonenkai 2025 in Hamburg statt?

Das Bonenkai 2025 der DJG Hamburg fand im Hotel Baseler Hof in der Hamburger Innenstadt statt. Die zentrale Lage macht die Location besonders attraktiv für Mitglieder, Gäste und Freund:innen der deutsch-japanischen Community in Hamburg.

Was ist Taru-Sake?

Taru-Sake ist Sake, der in Holzfässern gelagert wird – meist aus japanischer Sugi-Zeder. Durch das Holz nimmt der Sake feine, aromatische Noten auf und erhält einen charakteristischen Duft, der an Zedernholz erinnert.

Woher stammt der beim Bonenkai ausgeschenkte Sake?

Beim Bonenkai 2025 wurde ein Ninki Taru-Sake (Junmai Ginjo) aus der japanischen Präfektur Fukushimaausgeschenkt. Der Sake wurde von Sommelier Detlev Heinrich ausgewählt.

Welche Rolle spielt Sake beim Bonenkai?

Sake ist beim Bonenkai nicht nur Getränk, sondern ein kulturelles Symbol: Gemeinsam anzustoßen („Kanpai“) steht für Gemeinschaft, Glück und Zusammenhalt – Werte, die in der japanischen Feierkultur eine große Bedeutung haben.

CityGlow Tipps: Mehr Japan-Kultur in Hamburg und Hannover entdecken

Japanische Traditionen wie der Bonenkai in Hamburg zeigen, wie lebendig der kulturelle Austausch in der Hansestadt ist. Wer tiefer in das japanische Lebensgefühl eintauchen möchte, findet auf CityGlow weitere spannende Empfehlungen – von Kulinarik über Kunst bis zu besonderen Begegnungen:


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