Hamburger Idylle. Eine ausländische Perspektive.

Michael Panusch

3. Oktober 2021

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Ich kann es nicht genug betonen, wie schnell die Zeit in Hamburg vergeht. Drei Monate waren definitiv zu kurz. Überraschenderweise war mein erster Eindruck von der Stadt nicht unbedingt eine perfekte Idylle.
Aber um das Ganze in einen besseren Kontext zu setzen, muss ich betonen, ich hatte vor meinem ersten Besuch in Hamburg noch nie einen Schritt auf deutschen Boden gesetzt. Aus arbeitstechnischen Gründen zog es mich im vergangenen Winter nach Hamburg. Da ich nur positives über die Hafenstadt gehört hatte, war mein Kopf voller positiver Gedanken. Ich war glücklich hier arbeiten zu dürfen.
Unglücklicherweise kam ich am Hauptbahnhof in tiefster Nacht und mit einem starken Gefühl der Verunsicherung an. Die unmittelbare Nachbarschaft des Bahnhofs wirkt nicht gerade einladend oder wie die beste Gegend der Stadt. Vergleichbar mit Paris oder London – was das angeht!
Im Gegensatz zu den unschönen ersten Impressionen lernte ich deutsche Gastfreundschaft von seiner besten Seite kennen. Die Begegnung mit meinem Gastgeber (AirnB) brachte mir einiges über die Kultur und die aktuelle Situation im Land bei. Als Französin wuchs ich mit einem bestimmten Bild über Deutschland auf. Durch meinen Aufenthalt und Gastgeber konnte ich mir eine genauere eigene Meinung bilden und letztendlich in diese Stadt verlieben.
Ich konnte die Stadt an der Seite eines “locals” entdecken. Auch solche Plätze, welche man nur als Einheimischer kennt. Meine schönste Erinnerung sind Spaziergänge an der Alster und an der Elbe. Eine klare Empfehlung meinerseits.
Nichtsdestotrotz habe ich auch auf eine Faust erkundet. Ich liebe Hamburgs Vielseitigkeit. Es ist nicht zu groß und nicht zu klein. Es gibt unterschiedlichste Stadtteile und Umgebungen, was für einen großen Architekturliebhaber, wie mich ein echtes Vergnügen war.
Als Großstadt gibt Hamburg immer wieder etwas Neues preis. Es gibt neue Orte zu entdecken. Es war eine erfrischende Erfahrung hier zu leben. Trotz des Lockdowns gab es unglaublich viele Möglichkeiten.
Es erschien mir ruhig und ein wenig gleichmütig. Doch rückblickend betrachtet vermisse ich meine Zeit in der HafenCity. Alles kommt einem schnell vertraut vor, wenn man erst eine tägliche Routine gefunden hat. Denn zu Beginn war es ehrlich gesagt ein wenig schwierig zu wissen, wo man welche Artikel des täglichen Bedarfs kaufen kann.
Für eine Frau in den Endzwanzigern war ein toller Lebensstandart mit vielen Möglichkeiten und Orten zum Entdecken. Man hat wunderschöne Landschaften in der unmittelbaren Nähe. Auch das Nachtleben lässt keine Wünsche offen. Für jede Stimmung und Geschmack ist was dabei.
Im Vergleich mit anderen Städten war Hamburg einer der schönsten Plätze, wenn man sich erst an einen gewissen Lebensstil gewöhnt hat. Als Auswanderer muss ich sagen habe ich es geliebt wie sauber, belebt und grün die Stadt ist. Die Menschen sind alle so freundlich und höflich.
Die HafenCity bietet so viele Möglichkeiten für leckeres Essen an jeder Ecke oder lustige Erlebnisse an der Reeperbahn. Die richtige Balance aus Ruhe und Aufregung.

By Aurelia Pyneeandee

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Fotos: Aurelia Pyneeandee














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Michael Panusch

Als leidenschaftlicher Storyteller und urbaner Enthusiast hat Michael Panusch schon immer den Finger am Puls der Stadt gehabt. Als treibende Kraft hinter dem Cityglow Magazine versucht er, die ungesehenen Ecken, die unerzählten Geschichten und die dynamische Atmosphäre von unseren Metropolen zu beleuchten. Mit seinem scharfen Blick für Details und seiner Vorliebe für die Avantgarde spiegeln Michaels Artikel nicht nur seine Liebe zu urbanen Landschaften wieder, sondern bieten auch eine neue Perspektive auf das Stadtleben.

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