Gelb für Sonne, Leben und Weisheit
Indira Mónica Castellón kreiert für Padre Azul die neue Art Edition
Sie haben’s wieder getan… Die Edel-Tequila-Marke Padre Azul hat eine neue Artist Edition veröffentlicht. Das verantwortliche Unternehmen Tradition Mexico mit Sitz in Österreich ließ für die Ausgabe 2025 einen Tequila Joven von der mexikanischen Künstlerin Indira Mónica Castellón neugestalten. Es handelt sich dabei um eine limitierte Edition des Tequila Joven. Ein Teil des Erlöses soll an die eigene Ramon por Vida Stiftung, die die einheimische Bevölkerung Mexikos und vor allem Kinder in Not unterstützen will, gehen. Das von Künstlerin Indira Mónica Castellón für die Padre Azul Joven Artist Edition 2025 erschaffene Design soll Licht, Kultur und Leidenschaft widerspiegeln. Ihre Kunst zolle der ewigen Dualität von Licht und Dunkelheit Tribut. Das war Anlass genug für CITY GLOW, sich mit Indira über ihre künstlerischen Visionen und ihre Arbeit am Design der Flasche zu unterhalten.

CG: Zunächst einmal zurück in die Vergangenheit, liebe Indira: Wann wurde dir klar, dass du Künstler werden wolltest? Wie alt warst du damals? Gibt es ein besonderes Erlebnis, das mit dieser Entscheidung verbunden ist?
IMC: Schon als kleines Kind war Zeichnen mein Zufluchtsort, eine Möglichkeit, mich von der Welt zurückzuziehen. Von Anfang an genoss ich es sehr, meine eigenen Welten zu erschaffen, und der Prozess faszinierte mich. Ich war sechs Jahre alt, als ich das entdeckte, und von da an suchte ich nach Kursen, Workshops, Ausstellungsbesuchen und vielem mehr. Ich glaube, ich wusste es immer schon: Es gab keinen anderen Beruf, den ich ergreifen wollte, keine andere Tätigkeit, die meinem Leben so viel Sinn gab.
CG: An welcher Kunsthochschule in Mexiko hast du Kunst studiert? Und wenn du heute auf deine künstlerische Entwicklung zurückblickst, wie wichtig ist deiner Meinung nach eine akademische Ausbildung für jemanden, der Künstler werden möchte? Und wie wichtig war sie für dich persönlich?
IMC: 1997, als ich vor einer beruflichen Entscheidung stand, beschloss ich, mich an der Hochschule für Bildende Künste der Universität Guadalajara einzuschreiben. Akademische Bildung ist wichtig, aber ich glaube, dass die Nähe zu Künstlern und Lehrern sowie der direkte Kontakt zur Atelierpraxis und zum künstlerischen Handwerk grundlegend sind. Als Student hatte ich das Glück, in den Ateliers meiner Lehrer als Praktikant zu arbeiten, und diese Erfahrung war für meine Karriere äußerst wertvoll.
CG: Kannst du uns bitte deine Arbeitsweise etwas beschreiben? Wie beginnst du im Allgemeinen ein Kunstwerk?
IMC: Mein Stil ist figurativer Expressionismus mit surrealistischen Einflüssen. Im Laufe der Zeit habe ich eine persönliche Bildsprache entwickelt, die Symbole und Farbmetaphern verwendet. Ich mag es, Atmosphären und Hell-Dunkel-Kontraste zu schaffen. Meine Bildsprache ist die Farbe, und als Maler studiere ich unaufhörlich das Licht. Ich glaube, man muss offen sein, die Augen offen halten und seine Sinne schärfen, um die Welt wahrzunehmen und etwas zu sagen zu haben. Inspiration ist für mich genau das. Malen selbst ist zutiefst inspirierend. Obwohl der Entstehungsprozess eines Kunstwerks nicht immer gleich ist, schreibe und recherchiere ich in der Regel die Idee, die ich entwickeln möchte, fertige Skizzen, Farbstudien und so weiter an. Jedes Werk ist ein anderes Abenteuer.

CG: Welche Werkzeuge und Materialien verwendest du normalerweise für deine Kunstwerke?
IMC: Ich experimentiere gern mit verschiedenen Techniken und Materialien. Jede Idee und jeder Prozess erfordert unterschiedliche Techniken, obwohl die Ölmalerei mein bevorzugtes Medium ist. Ich genieße alle Techniken und Disziplinen, wie zum Beispiel Keramik und Druckgrafik.
CG: Gelingt dir immer, das gewünschte Ergebnis auf die Leinwand zu bringen?
IMC: Normalerweise gelingt es mir, meine Vorstellung auf der Leinwand festzuhalten. Mir ist es aber wichtiger, einen Dialog mit dem Kunstwerk zu führen und mich treiben zu lassen. Ich genieße die Stunden im Atelier, lasse mich immer wieder überraschen und beobachte, wie sich das Bild entwickelt.
CG: Ist deine Kunst eine Übersetzung deiner persönlichen Erfahrungen? Sind sie autobiografisch?
IMC: Meine Werke handeln nicht immer von mir. Ich versuche vielmehr, aus meiner persönlichen Perspektive Themen anzusprechen, die uns alle in irgendeiner Weise betreffen. Künstler sind auch Chronisten unserer Zeit und unserer Realität.
CG: Was oder wer hat Sie in Ihrer frühen Schaffensphase beeinflusst?
IMC: Mein erster Einfluss war mein Großvater väterlicherseits. Er war Tischler und meine erste Begegnung mit Kunst, mit dem Handwerk des Künstlers und mit dem Respekt vor diesem Beruf. Ich erinnere mich, wie mich die europäische Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts schon in jungen Jahren tief beeindruckt hat, insbesondere der Umgang der Meister mit Licht. Heute bin ich sehr inspiriert von der freien, unkonventionellen Kunst junger Künstler aus aller Welt.

CG: Glauben Sie, dass dein Frausein bei deiner künstlerischen Arbeit eine große Rolle spielt? Wenn ja, inwiefern?
IMC: Die Tatsache, dass ich eine Frau bin, beeinflusst meine Arbeit eher unbewusst. Ich glaube, dass es bei der Arbeit eines Künstlers um Gefühl geht, und daher trägt jedes Werk die persönliche Essenz des Künstlers in sich.
CG: Und nun zu den Details, wie Sie die Kunstwerke für die Padre Azul Tequila-Flaschen gestaltet haben. Die offizielle Pressemitteilung von Padre Azul besagt, dass „das Design der Künstlerin Indira Mónica Castellón für die Padre Azul Joven Artist Edition 2025 Licht, Kultur und Leidenschaft widerspiegelt; ihre Kunst ist eine Hommage an die ewige Dualität von Licht und Dunkelheit.“ Könntest du das bitte für unsere Leser etwas genauer erläutern?
IMC: Mein Werk für die Padre Azul Artist Edition 2025 ist eine Hommage an mexikanische Traditionen, insbesondere an den Día de Muertos, ein farbenfrohes und bedeutungsvolles Fest, an dem die Welten der Lebenden und der Toten zusammenkommen. In der Antike wurden Altäre mit menschlichen Schädeln als Opfergaben errichtet; heute werden Altäre in Anlehnung an diese Tradition mit Zuckerschädeln geschmückt. Mit meinem Design wollte ich unseren Vorfahren Tribut zollen.
CG: Erfordert diese Art von Kunstwerk – also eine Auftragsarbeit mit einem bestimmten Anteil an inhaltlichen Vorgaben – ein Umdenken bei einem Künstler? Normalerweise arbeitet ein Künstler völlig frei und ohne Einschränkungen. Hier musste man immer die Form der Flasche im Auge behalten, nicht wahr?
IMC: Für mich als Künstlerin ist die Arbeit an einem Werk mit spezifischen Vorgaben, wie beispielsweise einem Auftragswerk, eine kreative Herausforderung, die mir große Freude bereitet. Sie regt mich dazu an, neue Ideen zu entwickeln und mich mit Themen auseinanderzusetzen, die ich sonst eher meide. Es ist eine wunderbare Herausforderung und eine großartige Lernerfahrung.

CG: Wie kam es, dass du diesen hellen Beige-Ton als Hintergrund für das Flaschendesign gewählt hast? Bildet er einen guten Kontrast zu den anderen, dunkleren Farben? Oder spiegelt er vielleicht die Farben der mexikanischen Landschaft wider, aus der der Padre Azul Tequila stammt? (Der Journalist spinnt hier ein bisschen rum … 😉 ).
IMC: Der Gelbton, den ich für Calaveritas gewählt habe, symbolisiert das Sonnenlicht, das die Agave reifen lässt, die Weisheit der Menschen, die das Land bearbeiten, und die Freude am Gedenken an unsere Verstorbenen. Er steht für das Leben.
CG: Gibt es in deinem Umfeld auch Menschen, die das kritisieren und sagen, es sei viel zu kommerziell, ein echter Künstler solle so etwas nicht machen? Wenn ja, wie argumentierst du dagegen?
IMC: Ehrlich gesagt, ist mir zum Glück noch niemand begegnet, der dieses Projekt kritisiert. Ich bin überzeugt, dass Kunst für alle zugänglich sein sollte, und ich freue mich sehr, dass Projekte wie dieses sie den Menschen näherbringen. Es ist eine wunderbare und sehr großzügige Initiative von Tequila Padre Azul. Außerdem ist die Welt des Tequilas voller Symbole und Darstellungen unserer Heimat.
CG: Welches Feedback hast du Sie als Künstlerin insgesamt zu diesem Werk erhalten? Was sagen die Galerien, mit denen du zusammenarbeitest, dazu?
IMC: Das Feedback zu diesem Werk war mir als Künstlerin gegenüber sehr positiv. Sowohl das Publikum als auch die Galerien, mit denen ich zusammenarbeite, reagierten überrascht auf die Flasche, und wir alle freuen uns über die Idee, die Wege zu erweitern, Menschen mit Werken zu erreichen, die über die Leinwand hinausgehen. Es eröffnet mir als Künstlerin neue und größere Möglichkeiten.
CG: Vielen Dank für deine Zeit und die Beantwortung meiner Fragen, liebe Indira. Ich möchte dir ganz herzlich zu dieser wundervollen Gestaltung der Padre-Azul-Flasche gratulieren; sie ist außergewöhnlich gut gelungen. Und vielleicht hast du irgendwann einmal wieder eine Ausstellung in Hamburg (wie 2004, 2007 und 2009) – wo ich arbeite – und wir können uns persönlich treffen und weiter über deine spannende Kunst reden.
Das ist Indira Mónica Castellón:
Die Künstlerin aus Guadalajara, geboren 1980, begann ihre künstlerische Ausbildung im Alter von sieben Jahren. Sie nahm an Wettbewerben und Ausstellungen teil, bis sie ihre Berufung fand und sich an der Kunsthochschule der Universität Guadalajara einschrieb. Sie experimentiert mit verschiedenen Techniken und Materialien und zeigt ein besonderes Interesse an Farbe. Der charakteristische Einsatz von Farbe als Metapher ist zu einem wiederkehrenden Merkmal ihres Werks geworden. Sie hat in verschiedenen Galerien in ihrer Heimatstadt sowie im Ausland ausgestellt. Derzeit sind Indiras Werke in verschiedenen Teilen der Welt zu finden, insbesondere in den Vereinigten Staaten, Deutschland, Griechenland und Taiwan.
Und so schmeckt der Padre Azul Joven Artist Edition:
Die Tasting-Notes attestieren dem Geruch der strohfarbenen Padre Azul Joven Artist Edition 2025 Aromen von gekochter Agave, Kräuternoten und eine subtile Mineralität zu. Weiter ist von einem Hauch von Holz die Rede. Am Gaumen zarte Noten von Vanille, Schokolade und Karamell. Ausgewogen durch die natürliche Süße gekochter Agave. Eine cremige Textur, die die Frische von Blanco und die Fülle von Añejo einfangen soll. Die Tasting-Notes attestieren dem Geruch der strohfarbenen Padre Azul Joven Artist Edition 2025 Aromen von gekochter Agave, Kräuternoten und eine subtile Mineralität zu. Weiter ist von einem Hauch von Holz die Rede. Am Gaumen zarte Noten von Vanille, Schokolade und Karamell. Ausgewogen durch die natürliche Süße gekochter Agave. Eine cremige Textur, die die Frische von Blanco und die Fülle von Añejo einfangen soll. Die Tasting-Notes attestieren dem Geruch der strohfarbenen Padre Azul Joven Artist Edition 2025 Aromen von gekochter Agave, Kräuternoten und eine subtile Mineralität zu. Weiter ist von einem Hauch von Holz die Rede. Am Gaumen zarte Noten von Vanille, Schokolade und Karamell. Ausgewogen durch die natürliche Süße gekochter Agave. Eine cremige Textur, die die Frische von Blanco und die Fülle von Añejo einfangen soll.
Text von Cetin Yaman






