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ESC: Schaffen es die Norddeutschen wieder ganz nach oben?
© Corinne Cumming
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ESC: Schaffen es die Norddeutschen wieder ganz nach oben?

von CityGlow

Nachdem Lena, die gebürtig aus Hannover kommt, 2010 den Sieg beim Eurovision Song Contest nach Deutschland holte, sah man uns in den Jahren danach eher auf den hinteren Platzierungen. 2018 dann der Lichtblick: Michael Schulte schaffte es mit seinem Song „You Let Me Walk Alone“, den er für seinen verstorbenen Vater schrieb, auf den 4. Platz. Und auch Michael ist ein echtes Nordlicht: Der mittlerweile 32-jährige Sänger wuchs in Flensburg auf und zog später mit seiner Frau nach Buxtehude. Können diese norddeutschen Jungs diese Erfolgsserie weiterführen und uns dieses Jahr beim ESC auf die vorderen Plätze katapultieren? 

Die neuen deutschen Hoffnungsträger 

Lord of the Lost – das ist der Name der Dark-Rock-Band aus Hamburg um Frontmann „The Lord“ Chris Harms. Im März gewannen sie den Vorentscheid „Unser Lied für Liverpool“ mit ihrer Metal-Hymne „Blood and Glitter“. In ihren schrägen, roten Lackkostümen performten die fünf Metal-Musiker ihren Song und konnten knapp 40% der Zuschauer überzeugen. Am 13. Mai präsentieren sie „Blood and Glitter“ dann in Liverpool. Und die Hoffnungen sind groß: Nicht nur die skurrile Bühnenshow, auch der schrille Sound sticht heraus, was beim ESC ein großer Pluspunkt ist: Die Zuschauer rufen für die Auftritte an, die ihnen in Erinnerung bleiben – und Lord of the Lost vergisst man so schnell nicht. Ein weiterer Vorteil: Die Hamburger Band hat schon viele internationale Fans und tourte im vergangenen Jahr sogar bereits mit der britischen Metalband „Iron Maiden“ durch 16 verschiedene Länder. Gibt es also in diesem Jahr wieder Hoffnung für Deutschland? 

Bei Finnland hat’s geklappt! – Gibt´s erneute eine Überraschung? 

Metal beim ESC? Das funktioniert doch gar nicht, oder? Die finnische Band „Lordi“ zeigte 2006 mit ihrem Titel „Hard Rock Hallelujah“ dass Heavy-Metal sehr wohl einen Platz im Wettbewerb hat. Sie begeisterten nicht nur Fans der Musikrichtung, sondern beeindruckten ein Millionenpublikum. Ihr skurriler Auftritt wurde mit dem ersten Platz belohnt. Warum sollten es die Hamburger ihnen nicht gleichtun?  

Und auch wenn es Lord of the Lost nicht auf die vorderen Plätze schaffen sollten – für eine Überraschung werden sie auf alle Fälle sorgen, denn mit lautem und schrillem Sound aus Deutschland rechnet wahrscheinlich niemand. Wir können uns also auf einen spannenden ESC-Abend im Mai freuen! 

 

Ein Text von Jana Finze 

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