Zwischen Primzahlen und Minecraft

Während andere in ihrem Alter mit Schwertern spielen oder auf dem Fußballplatz über den Rasen stürmen haben die 2 Brüder Max und Daniel Dorn sich intensiv mit Primzahlen beschäftigt.

In der Schule im Matheunterricht entdeckten sie ihre Begisterung für die Welt der Zahlen und der Strukturen. Als Teil einer Unterrichtseinheit behandelt sie das Sieb des Eratosthenes. Hierbei handelt es sich um einen Algorithmus zur Bestimmung von Primzahlen. Jeder “Normalsterbliche” würde nun den Begriff oder seine genaue Bedeutung googeln oder nachschlagen müssen – anders die beiden Jungmathematiker. Voller Elan und Begeisterung begannen sie eigene Berechnungen anzustellen. Modelle zu entwickeln. Gedankenspiele über mögliche Fragestellungen hin und herzuzuschieben.

Letztendlich entschieden sie sich für die Untersuchung von Primzahlen bzw. ihrer “kleineren Bestandteile” also der möglichen Teilbarkeit durch sich selbst oder niedrigere Zahlen. Dieses Verfahren wird auch als Primfaktorzerlegung bezeichnet.

Als eine der ältesten und zentralen Wissenschaften der modernen Zivilisation verbrachten Generationen über Generationen von schlauen Köpfen mit der Enträselungen von Gleichungen und Strukturen unseres Universums. Nun wurde die Mathematik um eine weitere Entdeckung bereichert. Die beiden entdeckten bei ihren Experimenten neue mathematische Zusammenhänge: Primfaktorsummen.

Ohne sich weiter in Zahlen oder mathematischen Fachtermini zu verlieren, sei hierbei erwähnt was für eine unfassbare Leistung und Genialität sich hinter dieser Entdeckung verbirgt.

Möglich gemacht wurde die Untersuchung der Primzahlen durch ein von den Jungs selbstgeschriebenem Programm innerhalb eines mathematischen Programms (MatLab). Innerhalb von 6 Monaten erstellten sie Berechnungen und verewigten ihre Erkenntnisse mit Grafiken und Texten auf Plakaten, die sie einem breiten Publikum bei Jugend forscht vorstellen wollen.

Aus einer Mischung aus Langeweile und Neugierde brachten sie sich durch Youtube-Tutorials und anderen Hilfen unterschiedliche Programmiersprachen bei. Durch spielerisches Lernen und Experimentieren vergrößerten sie stetig ihre Fertigkeiten bis sie irgendwann aus reiner Freude und Interesse ein Lernspiel für Knder bauten. Basierend, auf dem allseits bekannten Spielklassiker, Minecraft können Kinder spielerisch rechnen und mit Hilfe von Punkten und anderen digitalen Belohnungssystemen motiviert werden. Selten begegnet man jungen Menschen mit einem so messerscharfen Verstand und stillbarem Neugierde auf die Geheimnisse der Mathematik. Wir werden voller Spannung und Vorfreude den weiteren Werdegang dieser Ausnahmetalente beobachten.