Die Finanztipps der Finanzberaterin Dominika Czerniawska-Gastmann

Wenn ich alt bin, will ich nicht auf die Tafel angewiesen sein! Ich will mir ein gutes Leben leisten können!

Neues Jahr neue Ansätze, und definitiv einer davon soll heißen:  „Sich endlich um die eigene Altersvorsorge kümmern!“

Doch welches Produkt passt zu mir? Wo kriege ich den größten Nutzen?

Hier paar Bemerkungen und Zusammenfassungen zu den populärsten „für´s Alter vorsorgen“-Modellen, die es derzeit auf dem deutschen Markt gibt:

  1. Die gesetzliche Rentenversicherung.

Die dort genannten Rentensummen, werden erst ab dem ersten Monat nach dem 67. Lebensjahr ausgezahlt!

Zudem handelt es sich um BRUTTO-Summen. Davon werden noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Lediglich der Restbetrag landet auf deinem Konto.

Ach ja, und dieses kleines Thema Inflation soll auch im Auge behaltet werden.

Z.b.: ein 35-jähriger, der auf seinem Rentenbescheid eine Rentensumme von 2000€ sieht, muss so rechnen:

2000€ – z.B. 500€ Sozialabgaben und Steuern = 1500€ mit 67Jahren. Also kann er mit 67 Jahren aufgrund der Inflation genauso viel kaufen wie heute für 1233,07€*.

Und die Rentensummen sind NICHT sicher, nur die Zahl an Rentenpunkten ist gesetzlich gesichert. Für wie viel später die Punkte „gekauft“ werden, ist immer noch offen und ungewiss.

Nicht umsonst steht auf dem Rentenbescheid: „Bitte sorgen Sie zusätzlich selbst vor“.

  1. Die betriebliche Altersvorsorge.

Das Modell Direktversicherung. Eine geniale Idee! Der Staat verzichtet auf einen Teil seiner Einnahmen/ Steuern, der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Gehalts. Das Ganze läuft dann in eine Versicherung, wodurch es eine zusätzliche Sicherheit und Rendite bietet.

Die perfekte Win Win-Situation für alle Parteien!

Dazu kann der Arbeitgeber die Mitarbeiter an sich binden, ohne dafür einen Penny auszugeben.

Es ist noch gesetzlich geregelt, dass der Arbeitgeber das Modell zulassen MUSS, außer er bietet seinen Mitarbeitern etwas Besseres.

Ach ja und der Arbeitnehmer kann es bei einem Jobwechsel überall mitnehmen und der neue Arbeitgeber ist verpflichtet, es weiterzuführen.

Eine der besten Möglichkeiten, die es auf dem Markt gibt.

Hier eine kleine Bemerkung: Öfter höre ich von den Mandanten: „Mein Boss macht da nicht mit.“ Verdammt noch mal, es ist EUER RECHT! Genauso wie die volle Zahlung im Krankheitsfall. Es ist nicht euer Chef/-in, die euch im Alter das Geld zum Leben gibt. Also ja, fordert es! Und nutze es, eine bessere Rendite auf dem Markt gibt es nicht! Es kostete den Chef/-in KEINEN PENNY!

  1. Eigene Immobilie.

Sorry, aus meiner Sicht, ist eine eigene Immobilie keine Altersvorsorge. In Deutschland wohnst du zuerst zur Miete und legst jeden Penny auf dem Tagesgeldkonto an, um dir irgendwann eine eigene Immobilie leisten zu können.

Dann kaufst du dir ein Objekt und dann fließt jeder Penny wieder in die eigene Immobilie, weil diese instand gehalten werden muss, damit sie nicht an Wert verliert.

Und wenn du dann endlich in Rente gehst, musst du die Immobilie noch beheizen und instand halten. Da du in der Rente ohnehin weniger Geld hast, wird jeder Penny wieder in den Beton gesteckt!

Also freuen sich deine Erben, dass sie die Ersparnisse deines ganzen Lebens verkaufen können, du persönlich hast aber in der Rente nichts davon!

Eine eigene Immobilie ist Luxus und Konsum zugleich. Sie zerfrisst dein Geld, anstelle dir Geld zu generieren.

Erst wenn du eine Immobilie vermietest  und somit Geld bekommst, dient diese tatsächlich als  Altersvorsorge.

  1. Riester Rente

Ein sehr gutes Modell mit super schlechter PR. Die Riesterrente ist sozialgerecht. Jeder zahlt prozentual zu seinem SozialversicherugsBruttoJahresEntgelt. Also die Gutverdiener zahlen mehr, die Schwachen weniger um eine Förderung zu bekommen.

Es gibt die Sicherheit, dass deine eingezahlten Beiträge und die Zuschüsse in Form einer Rente an dich ausgezahlt werden MÜSSEN.

Das Modell ist auch deswegen sehr sicher, weil du zwischendurch nicht auf das Geld zugreifen kannst.

Wer Kinder hat wird zusätzlich belohnt. Pro Kind werden pro Jahr zwischen 185€ bis 300€ Zuschüsse gezahlt.

Die Rente wird lebenslang ausgezahlt. Somit musst du dir keine Gedanken darüber machen, dass mit 80 Jahren das Geld aufgebraucht sein könnte.

Und die, die ordentlich einzahlen, dürfen es noch von der Steuer absetzen. Also etwas für Jeden!

Hier zwei Beispiele:

  • Eine Person die verheiratet ist, hat Steuerklasse 4 und Zwillinge geb. 2016 und verdient 52500€ Jährlich:

Sie zahlt mtl. 143,75€ in den von ihr ausgesuchten Riestervertrag. Pro Monat fließen jedoch ca. 175€ in den Vertrag (weil 175€ Zuschuss für sie und 300€ für ein Kind anfallen). Daraus ergibt sich eine sofortige Rendite von ca. 13%. Dazu kommt noch ein Steuervorteil von ca. 145€*.

  • Eine allein erziehende Mutter, die gerade mit zwei Kindern zuhause ist, kann mit 5€ mtl. Einzahlung bewirken, dass in ihren Rentenvertrag 70,46€ einfließen. Die Rendite beträgt somit 1308%.

UND mit dem Geld arbeitet die Gesellschaft, also kommen die Gewinne dazu noch oben drauf.

Selbst wenn die Gesellschaft dafür Kosten „kassiert“, kann erstens jeder den Riesteranbieter wechseln und die angezahlten Summen und Zuschüsse auf einen neuen Vertrag übertragen lassen, und zweitens bleibt im Normalfall genug Geld übrig, um für die Altersvorsorge ordentlich zur investieren.

  1. Rürup Rente = Basis Rente

Ein Modell, das zunächst für Selbstständige gedacht war, inzwischen aber auch perfekt zu Gutverdienern passt.

Du darfst einfach die Beiträge von der Steuer absetzen und somit statt dem Finanzamt dir selbst fürs Alter „schenken“.

Im Jahr 2020 kriegst du 90% der bezahlten Beiträge mit der nächsten Steuerabrechnung zurück.

Also ein mtl. Beitrag von 1000€ kostet dich „real“ 900€.

Die Summe steigt um 2% jedes Jahr also 2025 kannst du 100% der Beiträge steuerlich geltend machen und entweder um diese Summe deine zu bezahlenden Steuern milden oder die Summe nächstes Jahr zurück bekommen.

Dazu ist dieses Modell sehr flexibel. Du kannst jederzeit zuzahlen, pro Person bis Max. 25 046€ im Jahr 2020.

So kannst du jedes Jahr deine Steuer beeinflussen! Hattest du ein gutes Jahr, darfst du mehr absetzen. War dein Jahr mehr schlecht als recht, musst du nichts einzahlen.

Auch diese Rente ist für dich und vor dir sicher. Die mtl. Rente wird lebenslang gezahlt, du kannst dazwischen an das Geld nicht ran und die eingezahlten Beiträge werden extra abgesichert.

Ich hoffe diese kurze Zusammenfassung konnte euch helfen, eine Orientierung zu den Möglichkeiten zu bekommen.

Für weitere Fragen und Bemerkungen stehe ich euch gerne zur Verfügung ob via FB oder per Whatsapp. 

*Inflation mit 1,5% berechnet.

*Bei 30% Einkommenssteuer.

Dominika-Czernawska Gastmann

selbständiger Handesvertreter 

für Swiss Life Select

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